Aktion Vogelschlag: Pilotprojekt vorgestellt

Die Kreisgruppe will sich in nächster Zeit verstärkt um das Thema "Vogeltod an Glasscheiben" kümmern und hat dazu schon einige Vorbereitungen getroffen. In Griesbach wurde jetzt ein Bushäuschen nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen vor Vogelschlag gesichert

Mitglieder des Kreisvorstands stellten mit Bgm. Rolf-Peter Holzleitner das umgestaltete Buswartehäuschen vor

Ein erklärender Text gibt Hinweise auf den Sinn der vom Bund Naturschutz finanzierten Maßnahme

29.06.2020

Die Buswartehäuschen in Griesbach ist offen und transparent und schön in das umgebende Grün eingebettet. Für die Vogelwelt allerdings stellte das Häuschen bisher eine tödliche Falle dar. Vögel erkennen kein Glas und stürzen sich daran zu Tode. Die üblichen schwarzen Vogelsilhouetten helfen dagegen leider nicht, wie eine groß angelegte Studie bewiesen hat.Nur wenn ein Vogel erkennt, dass ein Hindernis zu schmal zum Durchfliegen ist, vermeidet er es. In Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Firma TYPO in Landau wurde ein Muster entwickelt, das an Stämme erinnert, die sehr eng nebeneinander stehen. Zusätzlich wurde das Wappen von Reisbach und das Logo des BN angebracht. Ein kurzer Text erklärt den Sinn der Maßnahme. Manuela Nirschl, die als Leiterin der Geschäftsstelle die Aktion angestoßen hat, sowie Franz Hofbauer und Franz Anneser vom Kreisvorstand stellten zusammen mit Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner das Projekt der Öffentlichkeit vor. Finanziert wurde es von der Kreisgruppe. Holzleitner versprach in nächster Zeit weitere Bushäuschen in der Gemeinde vogelsicher zu machen. Anneser regte an, die Glasscheiben mit alten Ansichten der Umgebung oder mit Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zu versehen. Hier könnten mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Eine Arbeitsgruppe des Kreisverbandes wird in nächster Zeit mit weiteren Aktionen an die Öffentlichkeit treten.