Der Dompfaff umwirbt das Weibchen sehr früh

In den letzten Tagen war es noch ziemlich frostig. Da suchen auch sonst scheue Vögel wie der Dompfaff, auch Gimpel genannt, in unsere Gärten um das Futterangebot dort zu nutzen.

02.03.2018

Pilsting: In den letzten Tagen war es noch ziemlich frostig. Da suchen auch sonst scheue Vögel wie der Dompfaff, auch Gimpel genannt,  in unsere Gärten um das Futterangebot dort zu nutzen. Hobby-Naturfotograf Sepp Harpaintner nutzte die Gelegenheit für ein paar bildfüllende Aufnahmen der farbenfrohen Vögel und schickte sie dem Bund Naturschutz. Dompfaffe sind sogenannte Standvögel und verbringen den Winter bei uns. Allerdings hauptsächlich als Gäste, denn ihr Hauptbrutgebiet in Niederbayern ist der Bayerische Wald. In den Waldgebieten dort kann man sie den ganzen Sommer antreffen.  Mit Balz, Partnerwerbung und Reviergesang  beginnen sie aber schon bei uns. Sie sind damit sogar wesentlich früher dran als die Meisen.  Deshalb kann man ihr melodisches Pfeifen  schon seit mehreren Wochen bei Spaziergängen an der Isar von hohen Bäumen herab hören.

Mit seinem lebhaft gefärbten Gefieder, schwarze Kopfdecke, roter Bauch und Brustbereich, grauem Rücken und weißen Bürzel, gehört das Dompfaff-Männchen zu unseren farbenprächtigsten Singvögeln. Von der schwarzen Kopfdecke, das an die Kopfabdeckung von Mönchen erinnert, hat er seinen Namen. Wie bei den meisten Vögeln ist das Weibschen etwas dezenter gefärbt.

Der kräftige Schnabel läßt erkennen, daß Dompfaffe sich hauptsächlich von Samen, Knospen und Beeren ernähren. Insekten werden nur selten verspeist. Auch die Jungen werden mit vorgeweichten Sämereien gefüttert, was etwas ungewöhnlich ist.

Obwohl die Balz schon im Winter beginnt, wird das Nest erst Mitte Mai gebaut und zwar auf den äußeren Zweigen einer Fichte. Dompfaffe sind sehr treu; sie gehen eine lebenslange Ehe ein, was unter Singvögeln ungewöhnlich ist. In Gefangenschaft aufgezogene Dompfaffe sind stark auf ihren Pfleger geprägt, sie sehen in ihm ihren Lebenspartner. Das geht sogar so weit, daß sie Lieder nachpfeifen und Bewegungen wie Verbeugungen und Knickse nachmachen.