Naturschutz mit der Heugabel

Einige Aktive und Helfer der Bund Naturschutz Ortsgruppe Landau trafen sich letzten Freitag im Ganackerer Moos zu einem Arbeitseinsatz.

Helfer des Bund Naturschutz mit ihrem Arbeitsgerät im Ganackerer Moos

17.07.2017

Ganacker: Einige Aktive und Helfer der Bund Naturschutz Ortsgruppe Landau trafen sich letzten Freitag im Ganackerer Moos zu einem Arbeitseinsatz. Der Landschaftspflegeverband hat auf einer Ausgleichsfläche des Marktes Pilsting mit dem Bagger mehrere große Feuchtmulden angelegt. Damit auf dem nackten Boden möglichst schnell wieder eine geschlossene Grasnarbe entsteht, wurde angesäät. Allerdings nicht mit gekauftem Samen, dessen Herkunft meist nicht bekannt ist, sondern mit Samen aus der Umgebung. Dazu mähte Biobauer Starzer verschiedene blumenreiche Dauerwiesen im Wallersdorfer Moos und brachte das Gras mit dem Ladewagen nach Ganacker. In Handarbeit mit Heugabeln wurde das Mähgut mit den wertvollen Samen von den BN-Helfern auf den Abschiebeflächen dünn verteilt. Diese unkonventionelle Ansaatmethode wurde inzwischen auf Naturschutzflächen schon oft angewandt und hat sich bewährt. Die aus dem Mähgut ausfallenden Samen keimen unter dem Schutz der dünnen Heudecke schnell und wachsen rasch zu einer schönen Blumenwiese heran. Nach zweieinhalb Stunden waren die Arbeiten erledigt und es gab eine kleine Brotzeit mit selbst gekeltertem Apfelmost und Brezen. Ganz abgeschlossen ist die Ansaat damit allerdings noch nicht. In den besonders feuchten Stellen der Abschiebeflächen wird im Herbst noch Heu von Binsen- und seggenreichen Streuwiesen aufgebracht, damit sich auch diese Zonen möglichst schnell begrünen.