Spornblumen für das Taubenschwänzchen bereit halten

Bildunterschrift: Die Italienische Spornblume bietet mit seinen vielen Blüten dem Taubenschwänzchen einen reich gedeckten Tisch.
Spornblume

Landau: Wer Geranien oder andere tiefkelchige Blumen im Garten oder am Balkon hat ,dem ist es vielleicht schon aufgefallen. Seit ein paar Tagen tauchen an den Blüten Schmetterlinge auf, die im Schwirrflug wie ein Kolibri Nektar von den Blüten saugen, Es sind Taubenschwänzchen. Sie sind in den letzten Wochen vom Mittelmeerraum über die Alpen nach Bayern eingeflogen. Taubenschwänzchen konnten bisher,  wie auch einige andere Falter, bei uns wegen des härteren Klimas nicht überwintern. Allerdings profitieren Sie  vom wärmer werden Klima in den letzten Jahren und fliegen immer früher ein.  Vereinzelt wurden sogar schon überwinternde Tiere bei uns entdeckt. Bisher ging man immer davon aus, dass der Falter unsere Winter nicht überleben kann. 

Das Taubenschwänzchen, ein tagaktiver Nachtfalter aus der Familie der Schwärmer, erreicht eine Spannweite von 40-50 mm. Sein Körper ist untersetzt, graubraun mit weißen Flecken an den Seiten des verbreiterten Hinterleibs. Sein deutscher Name leitet sich vom zweigeteilten Haarbüschel am Hinterleibsende ab, das eine gewisse Ähnlichkeit mit den Schwanzfedern von  Tauben hat. Die Falter fliegen auch an stark bewölkten Tagen, bei Regen und schon bei Temperaturen um 10 ° C. Taubenschwänzchen sind wie alle Schwärmer ausgezeichnete Flieger. Ihr Flug ist sehr schnell und wendig. Beim Nektarsaugen stehen sie im Schwirrflug vor den Blüten und saugen mit ihrem langen Saugrüssel, den sie bereits beim Anflug ausrollen und zielsicher in die Blütenkelche einführen. Sie gehören zu den wenigen Insekten, die auch rückwärts fliegen können. Die Schlagfrequenz der Flügel beträgt ungefähr 70 bis 90 Schläge in der Sekunde, die Fluggeschwindigkeit beträgt in den Spitzen bis zu 80 km/h. Die Tiere legen bei ihren Wanderungen große Distanzen zurück und können bis zu 3.000 Kilometer in weniger als 14 Tagen bewältigen.

Der Energieverbrauch der Taubenschwänzchen ist, bedingt durch ihr Flugverhalten, enorm hoch. Sie benötigen pro Tag etwa 0,5 Milliliter Nektar. Um diese Menge zu saugen, müssen entsprechend viele Blüten in kurzer Zeit angeflogen werden. Ein Taubenschwänzchen kann deshalb bei zusammengesetzten Blütenständen, wie bei der abgebildeten Italienischen Spornblume bis zu 100 Blüten in der Minute aussaugen.

Igelhäuser bestellen!

Unsere Igel haben es im Winter nicht leicht. Je später die Jahreszeit um so weniger  Futter in Form von Würmern, Schnecken, Asseln etc. finden sie in den Gärten. Auch mit den Tagesverstecken, die sie im Sommer unter Büschen und in Hecken haben, wird es immer schlechter, da die Gehölze ihr Laub abwerfen Um in Winterschlaf gehen zu können, müssen sie sich aber eine satte Fettschicht anfressen und mindestens 500 g auf die Waage bringen. Ausserdem brauchen sie einen trockenen, möglichst ungestörten Unterschlupf, in dem sie sich mit trockenem Laub einwickeln können. Für Katzen darf dieser Unterschlupf nicht zugänglich sein.  . Besonders schwer trifft es spätgeborene Jungigel. Sie erreichen ihr Winterschlafgewicht oft nicht mehr und suchen daher auch an kalten Dezembertagen noch nach Futter. Hier kann man mit einer katzensicheren Futterstelle und einem trockenen Unterschlupf helfen. Als Futter eignen sich Katzennassfutter und gekochte Eier dem zur besseren Verdauung Haferflocken beigemischt werden. Es gibt auch spezielles Igelfutter im Handel.  Igelfutterstellen und Winterquartiere können ab sofort in der Bund Naturschutz Geschäftstelle Dingolfing, Pfarrplatz 5, Tel. 08731 60981 oder in der Ökohalle Landau, Straubinger Straße 50, Tel. 09951 690790 bestellt werden.

Die Preise: Sommerhaus 30€, Winterhaus 35€, Futterhaus 40€

Hügelbeet anlegen!

Hüglebeet

Wer einmal in seinem Biogarten etwas neues ausprobieren will sollte sich ein Hügelbeet oder ein Hochbeet anlegen. Sie haben viele Vorteile gegenüber den herkömmlichen Gartenbeeten. Beide Kulturformen sind ertragreicher als als andere Freilandkulturen. Hügelbeete bringen im Vergleich zu Flachbeeten den doppelten, Hochbeete sogar den dreifachen Ertrag. Hügelbeete vergrössern die Anbaufläche des Gartens um 25 % und heben das Beet auf bis zu 80 cm in der Mitte an. Hochbeete heben die gesammte Beetfläche auf ca 70 – 80 cm an und ermöglichen dadurch ein bequemes Arbeiten auch für Ältere und Behinderte Menschen. Lästiges Umgraben und Bücken entfällt. Hoochbeete sind frei von Wühlmäusen und anderen Schädlingen, weil die hohen Wände und ein unten eingebrachter feinmaschiger Draht deren Eindringen verhindert. Bei einem Hochbeet muss der Rotteverlust immer wieder durch neuen Kompost ausgeglichen werden, was die Bodenqualität ständig verbessert. Hügel- und Hochbeete sind Warmbeete und erwärmen sich schneller als Flachbeete durch den Verrottungsprozess im Innern und die größere der warmen Fruhjahrsluft ausgesetzte Außenfläche. Ein um bis zu 4 Grad höhere Themperatur begünstigt die Keimung und das Wachstum der Pflanzen. Beide Beetarten sollten nicht in stark schattigen Lagen angelegt werden. Ein Infoblatt zum Bau von Hügel und Hochbeeten gibt es in der BN – Geschäftsstelle am Pfarrplatz 5 in Dingolfing

Exoten unerwünscht


Links: Heimische Eberesche: 63 Futtergäste
Rechts: Bastard-Mehlbeere: 4 Futtergäste

Links: Gemeiner Wacholder: 43 Futtergäste
Rechts: Chinesischer Wacholder: 1 Futtergast
Mitteleuropäische Vögel fliegen nicht so gern auf exotische Sträucher. Sie bevorzugen lieber die Früchte einheimischen Gehölzes. Nach einer Untersuchung von Stadtökologen ist die Eberesche bei den Vögeln am beliebtesten: 63 Singvogelarten peilen sie an. Ihr exotisches Gegenstück, die Bastard-Mehlbeere wird von nur vier Arten angeflogen. Beim Wacholder ist das Verhältnis 43:1 und beim Weißdorn 32:3 zugunsten der heimischen Wildsträucher und -bäume. Leider kennen viele Gartenbesitzer aber nicht den Unterschied. Also bitte bei Neupflanzungen gut beraten lassen. Bereits gepflanzte Exoten bitte roden und durch einheimische Pflanzen ersetzen.