Den Motor schinden!

Am Bordcomputer erläuterte Fahrlehrer Benkhauser mit den Teilnehmern die erreichten Verbrauchswerte

Die Prinzipien des Spritsparens beim Autofahren sind mittlerweile allgemein bekannt. Mit der Umsetzung dieser Prinzipien allerdings hapert es noch. Die Bund Naturschutz Ortsgruppe Moosthenning versuchte mit einem  Kurs in Theorie und Praxis dem abzuhelfen. Der Fahrlehrer Hans Benkhauser war dazu der geeignete Referent. Für ihn ist das Energiesparen beim Autofahren nicht nur ein berufliches, sondern auch ein persönliches Anliegen.

Der richtige Dreh: Viele müssen angesichts der modernen leistungsfähigen und hochwertigen Motoren umdenken. Nicht die niedrigen Drehzahlen sondern die hohen Drehzahlen sind schädlich. Wer im Normalbetrieb weit unter 2000 Umdrehungen bleibt, verlängert die Lebensdauer des Motors und spart Kraftstoff. Nach überholten Vorstellungen muss der Motor also „geschunden werden“. Beim Beschleunigen schnell in den nächst höheren Gang schalten. Beim gleichmäßigen Dahinfahren sollte immer der höchstmögliche Gang eingelegt sein. Spät zurückschalten, wenn es wieder langsamer gehen muss: mit dem fünften Gang durch die 30er- Zone, das ist für viele erst gewöhnungsbedürftig.

Fuß vom Gas: Alle neuen Autos mit Einspritzmotoren verfügen über eine so genannte Schubabschaltung. Beim Bremsen mit dem Motor wird die Benzineinspritzung total abgeschaltet. Beim Dahinrollen im höchsten Gang bei leichtem Gefälle ist der Verbrauch also gleich Null.

Unbeschwert fahren: Jeder Radfahrer weiß es, dass jedes Kilo Gepäck das Vorankommen erschwert. Im Auto wird dagegen sorglos unnötiger Ballast herumkutschiert. Den Reservereifen ganz zuhause zu lassen wäre durchaus eine Überlegung wert, denn wann passiert schon eine Reifenpanne und mit Handy ist das heute kein Problem mehr. Moderne Autos haben eine ausgeklügelte Windschlüpfrigkeit. Dachgepäckträger beispielsweise zerstören die Aerodynamik, auch wenn sie leer sind. Bei höheren Geschwindigkeiten wirken sich auch geöffnete Fenster, Schiebedächer und offene Cabriodächer negativ aus. Auch hoher Reifendruck spart Benzin.

Der günstigste Verkehrsfluss und damit auch der niedrigste Energieverbrauch entsteht bei mittleren gleichmäßigen Geschwindigkeiten bei ausreichend hohen Abständen.  Langsames Dahinrollen ist besser als Stop and Go. In der Ruhe liegt die Kraft des Energiesparens: gleichmäßig im Verkehrsfluss mitschwimmen, Abstände schaffen und damit den Handlungsspielraum erweitern, frühzeitig Fahrstreifen wechseln, Geschwindigkeitsschwankungen elegant ausgleichen.
Benkhauser sprach noch zwei weitere Übel im heutigen Verkehrsgeschehen an: Große Autos, die in der Regel zu über 80 Prozent nur von einer einzigen Person besetzt sind. Kurzstrecken unter 5 km bei kaltem Motor, die über die Hälfte aller Fahrten ausmachen. Hier bestehen große Sparpotenziale, die durch eine verbesserte Kommunikation und persönliches Umdenken leicht genutzt werden könnten.
Am Samstagvormittag ging es an die Praxis: Die Teilnehmer fuhren alle den gleichen Rundkurs. Hans Benkhauser setzte die Vorgaben bei Zeitbedarf und Kraftstoffverbrauch. Der Rundkurs über Dingolfing enthielt alle wichtigen Situationen: Steigungen, Gefälle, Einmündungen, mehrere Ampelsituationen, 30er-Zone und längere gerade Strecken. Gefahren wurde mit einem Golf-Diesel mit 105 PS.  Unter Anleitung schafften alle Teilnehmer sehr erfreuliche Werte. Bei angemessen hohen Geschwindigkeiten lag der Verbrauch nur wenig über 4 Liter auf 100 km.

Klimatipps des Bund Naturschutz

(1.2.2008) Recyclingpapier spart Energie und Rohstoffe!
Was hat Papier mit Energie zu tun? Für frischen Zellstoff wird bei der Papierherstellung viel Energie benötigt. Der Verbrauch an Papier ist in den vergangenen Jahren im Büro viel schneller gestiegen, als der Verbrauch an Recyclingpapier anstieg. Bedenklich ist, dass für frischen Zellstoff zunehmend große Regenwaldflächen abgeholzt werden. Das papierarme Büro bleibt wohl Utopie, daher bleibt Recyclingpapier ein Beitrag zur Begrenzung des Energie- und Rohstoffbedarfs.
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(12.1.2008) Kühlschrank mit Naturkälte betreiben
An frostigen Wintertagen kann man mit einer einfachen Idee Strom sparen. Zwei alte Tetra Pak werden mit Wasser gefüllt und auf den Balkon gestellt. Wenn sie hart gefroren sind, stellt man sie in das oberste Kühlschrankfach. Beim Auftauen des Eises übernehmen die Tetra Paks etwa die Hälfte der Kühlung. Die Stromaufnahme des Kühlschranks halbiert sich. In der Zwischenzeit gefrieren schon wieder die nächsten beiden Tetra Pak. mehr...

(9.1.2008) Stromzähler im Auge behalten
Besuchen Sie regelmäßig Ihren Stromzähler! Stellen Sie mal konkret fest, wie viel Strom Sie an einem Tag, einer Woche, in einem Monat verbrauchen. Führen Sie Buch über Ihre Energieausgaben. Notieren Sie Zählerstand und Datum in einer Tabelle. Dies hat auch den Vorteil, dass Sie bei der nächsten Stromrechnung nicht mehr so leicht von Ihrem Stromverbrauch überrascht werden!
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http://www.energieverbraucher.de/seite1946.htm

(1.7.2007) Die In-Out Liste für den Klimaschutz

Out ist:

.......Waschen und Backen bei Spitzenlastzeiten
Wußten Sie, daß Stromverbrauchsspitzen u. a. eine Begründung für den Bau neuer Kraftwerke sind? Deshalb: Betreiben Sie stromintensive Geräte (Waschmaschine, Geschirrspüler...) möglichst nicht während der Spitzenlastzeiten! Nie am Montagmorgen! Nie von 10-12 Uhr! Nie von 17-20 Uhr!
.............Würstchen im Backrohr grillen
Wußten Sie, daß es ausgesprochen energieverschwendend ist, im Backofen nur wenige Scheiben Brot zu toasten oder ein paar Würstchen zu grillen? Deshalb: Statt Backofen lieber Toaster oder Kleingrill benutzen. Der Backofen verbraucht drei- bis viermal soviel Energie.
...........Länger als 5 Minuten duschen
Eine normale Reinigung unter der Dusche (einschließlich Haarewaschen) benötigt erfahrungsgemäß nicht mehr als 5 Minuten. Auch wenn es angenehm ist, unter der heißen Dusche zu stehen und das Wasser auf sich herabprasseln zu lassen : Längeres Duschen kann letztlich genauso wasserverbrauchend sein wie ein Vollbad. Zur Kontrolle können Sie ja einen Küchenwecker oder eine Sanduhr neben die Dusche stellen.

In ist:

.........Der Gang zur Ausschalttaste.
Viele Geräte der Unterhaltungselektronik wie Fernseher, Videorecorder oder Cd-Player sind heute mit einem sog. „Stand-By“-Betrieb versehen, der das Einschalten mit der Fernbedienung ermöglicht. Auch solche Geräte sollten nach Gebrauch immer ausgeschaltet werden, da ein „Stand-By“-Betrieb unnötig Strom verbraucht. Würden alle diese Geräte nach Benutzung konsequent ausgeschaltet, könnte allein in der Bundesrepublik die Leistung eines 300 Mega-Watt-Kraftwerkes eingespart werden.
........Der Eierkocher
Wußten Sie, daß Sie bei Verwendung eines elektrischen Eierkochers bis zu 80 % der Energie einsparen, die Sie beim herkömmlichen Eierkochen im Wassertopf auf dem Herd verbrauchen würden? Deshalb: Kochen Sie Eier nicht im Kochtopf auf der Herdplatte, sondern im Eierkocher. Wenn es schon im Kochtopf sein muß, dann mit wenig Wasser und bei geschlossenem Deckel. Die Eier müssen nicht vollständig mit Wasser bedeckt sein, Bodendecke genügt!
........Die Energiesparlampe
Man muß nicht im Dunklen sitzen, um Energie zu sparen. Energiesparlampen verbrauchen nicht nur rund 80 % weniger Strom bei gleicher Lichtausbeute, sie haben auch eine bis zu 8x längere Lebensdauer als herkömmliche Glühbirnen. Sie sparen also zweimal Geld: Durch weniger Stromverbrauch und geringere Ersatzkosten, die die höheren Anschaffungspreise der Energiesparlampen bald wieder wettmachen. So kommen erhebliche Beträge zusammen.

(9.4.07) Halogenfluter brauchen viel Strom!
Halogenfluter strahlen an die Decke und beleuchten den Raum indirekt. Das gemütliche Raumlicht müssen Sie aber teuer bezahlen und unser Klima leidet darunter. Denn Halogenlampen sind keine Energiesparlampen sondern Stromfresser. Meist haben sie einen Stromverbrauch von mehr als 300 Watt, was 10-15 Energiesparlampen entspricht. Sinnvoller ist die direkte Beleuchtung, am besten mit Sparlampen. Viele sind längst nicht mehr so hässlich wie früher und durch elektronische Starter gibt es auch kein Blinken mehr beim Einschalten. Beachten Sie aber bei der Auswahl, in welche Richtung die Lampe das meiste Licht abstrahlt. Um optimale Helligkeit zu bringen muss die Energiesparlampe zu Ihrem Lampenschirm passen.

29.03.07  PC-Standby über Steckerleiste ausschalten!
Die PC-Anlage ist wohl einer der größten Stand-by Verbraucher im Haushalt. Denn die meisten Bestandteile wie Rechner, Drucker, Monitor, Modem, Scanner und Lautsprecherboxen verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand noch Strom. Mit der berühmten Steckdosenleiste mit einem beleuchteten Schalter (Kaufpreis ab 5 Euro) beenden Sie die Verschwendung. Und es ist sehr komfortabel: Sie brauchen dann nicht mehr mühsam alle Geräte einzeln abschalten. Dieser Tipp stammt vom Bund der Energieverbraucher und spart 20 Euro pro Jahr !

 

17.03.2007 Dem Haus einen Wintermantel verpassen!
Nicht nur der Klimaschutz, sondern auch die steigenden Energiekosten sind inzwischen ein wichtiges Argument für die Isolierung der eigenen vier Wände. Dreitausend Liter Heizöl kosteten von 1987 bis 1998 etwa 660 €; von 1999 bis 2003 durchschnittlich 1050 €. Von 2004 bis 2006 stiegen die Kosten von 1300 € auf 1800 €. Der Preisanstieg beim Erdgas ist vergleichbar. Selbst die Preise für Brennholz, Holzhackschnitzel und Holzpellets sind besonders in den letzten zwei Jahren erheblich angestiegen. Die weltweite Entwicklung des Bedarfs an fossilen Energieträgern (besonders Öl und Erdgas) und die sinkenden Reserven lassen nach Ansicht von Fachleuten für die nächste Zukunft weitere empfindliche Preissteigerungen erwarten Die beste Methode, dieser Preisspirale zu entrinnen ist es, weniger zu verbrauchen. Der Bund Naturschutz empfiehlt, dem Haus einen Wintermantel in Form einer Aussenwanddämmung zu verpassen. Noch im Rahmen sind derzeit die Preise für Dämmstoffe, aber wie lange noch? Für die energetische Verbesserung der Gebäudehülle gibt es außerdem Zuschüsse und verbilligte Darlehen vom Staat. Beantragt werden können diese Gelder einfach bei der eigenen Hausbank.

27.02.2007 Fliegen schadet dem Klima am meisten!
Rein in den Flieger und eine Woche nach Mallorca, ein Kurztrip nach London oder ein Wochenende nach Berlin, das ist auch in unserem Landkreis inzwischen zur Normalität geworden. Laut Bundesumweltamt sind ca. 70% des derzeitigen Flugverkehrs Urlaubsflüge. Fliegen ist in und auch nicht mehr teuer. Wer ein last-minute Schnäppchen ergattert, zahlt sogar im Kurzstreckenverkehr oft weniger als mit Bus und Bahn. Alles prima könnte man meinen, wenn es da nicht diese Diskussionen mit dem Treibhauseffekt und der Klimaerwärmung gäbe. Die Kreisgruppe des BN recherchierte daher, wie die einzelnen Verkehrsmittel derzeit im Umweltvergleich untereinander abschneiden. Fündig wurde sie auf der Internetseite des Verkehrsclub Österreich. Die Werte beziehen sich auf eine Person pro Kilometer. Das Flugzeug schneidet mit 194 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer am schlechtesten ab. Besonders problematisch ist dabei, dass sich der Ausstoß von CO2 in großen Höhen um das 2,7-fache schädlicher für unser Klima auswirkt als am Boden. Im Vergleich dazu schneidet sogar der durchschnittliche Benzin-PKW mit 142 gCO2/km gut ab. Wer aber wirklich umweltfreundlich reisen will kommt um die Bahn nicht herum. Mit nur 15 gCO2/km ist sie 13 mal besser als der Flieger und fast 10 mal besser als das Auto. Wer mit Freunden fährt und mindesten 2 Wochen vorher bucht, fährt auch mit der Bahn billig. Gruppen ab 6 Personen erhalten dann 70% Rabatt auf den normalen Fahrpreis. Spitzenreiter unter den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln ist aber auch nicht die Bahn sondern ein Gerät, das fast jeder zu Hause hat. Fahrräder haben Null CO2-Ausstoß. Die Liste Ökobilanz der verschiedenen Verkehrsmittel finden Sie bei den Downloads.

12.2.2007: Beim Autokauf CO2 Ausstoß beachten!

Alle reden von der Klimakatastrophe , jetzt ist Zeit zum Handeln. Der Bund Naturschutz gibt Tipps, wie jeder in seinem persönlichen Umfeld CO2 einsparen und so dem Klima helfen kann. Das Klimagas CO2 ist hauptverantwortlich für den Treibhauseffekt und damit die Erwärmung unserer Erde. Bei jeder Verbrennung wird dieses Gas freigesetzt, insbesondere bei der Verbrennung von Diesel und Benzin in unseren Autos. Leider ist es nicht möglich, den Ausstoß von CO2 über einen Katalysator zu verhindern. Die Einhaltung der EU-4 Norm sagt nichts über den CO2-Ausstoß aus. Große Autos mit hohem Spritverbrauch erfüllen zwar die EU-4 Norm, haben aber trotzdem einen sehr hohen Ausstoß des schädlichen Klimagases CO2.  Wer also heute ein Auto kauft, das die hohe EU-4 Norm erfüllt, kann sich keineswegs mit einem guten Umweltgewissen zurücklehnen. Für unsere Autobauer besteht seit mehreren Jahren die Pflicht, den CO2 Ausstoß für jedes Fahrzeug anzugeben. Den Käufer schien dies bisher wenig zu interessieren. Anders jedoch in den letzten Wochen. Angesichts der nahenden Klimakatastrophe wollte die EU für Neuwagen einen Grenzwert von 120 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer einführen was einem Verbrauch von ca. 5,0 Liter Benzin pro 100 km entspricht. Ein reelles Ziel meint der Bund Naturschutz, das die Autobauer zur Entwicklung energiesparender Motoren zwingen würde. Gefordert sind aber nicht nur unsere Autobauer sondern zu allererst wir Autokäufer. Der CO2-Ausstoß muss zu einem wichtigen Kaufkriterium werden. Es zahlt sich aus, denn niedriger CO2-Wert bedeutet geringen Spritverbrauch und guten Wiederverkaufswert. Wer den CO2 Ausstoß verschiedener Modelle vergleicht, merkt ganz schnell, dass die Größe und das Gewicht des Fahrzeugs eine wesentliche Rolle spielen. Freilich ist es schön, Platz in Hülle und Fülle zur Verfügung zu haben, schließlich kann man davon ja nie genug haben. Leider bedeutet viel Platz aber auch viel Gewicht, viel Windwiderstand und hohen Spritverbrauch. Es lohnt sich nachzudenken, ob man wegen einer Urlaubsfahrt das ganze Jahr um 2 Liter/100km mehr verbrauchen soll. Da ist es sicher günstiger ein kleineres Auto zu kaufen und sich, für die Urlaubsfahrt eine Dachbox zu besorgen. Es scheint allerdings, dass Autos heute immer weniger nach dem Bedarf als vielmehr nach Trends gekauft werden. Natur und Abenteuer scheinen derzeit besonders groß im Trend zu sein, denn womit wäre sonst der derzeitige Boom an schweren Geländewagen zu erklären, die einen CO2-Ausstoß fern aller Vernunft haben. Eine Liste von 50 Neuwagen, die heute schon einen CO2 Ausstoß unter 120 g/km haben finden Sie bei unseren Downloads.