Die Infotafel im Wallersdorfer Moos zum Herunterladen:

BN nimmt neue Flächen im Besitz - Aktionen im Wallersdorfer Moos

Die Bilder zeigen Aktionen im Rahmen des Geotags der Artenvielfalt sowie den Besuch des Landesvorsitzenden Dr. Hubert Weiger im Wallersdorfer Moos
 

Frosch und Storch bekommen neue Lebensräume

Mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes

Landau: Vogelexperte Walter Franziszi aus Wallersdorf und Fuhrunternehmer Gerhard Reicheneder sind ein eingespieltes Team. Schon öfter haben Sie gemeinsam neue Biotope in Form von  Tümpeln und Mulden ausgebaggert . Kürzlich waren sie auf den Ausgleichsflächen des Marktes Wallersdorf im Frammeringer Moos aktiv. Mehrere Kleingewässer wurden angelegt und so neuer Lebensraum für Frösche, Libellen, Vögel und andere feuchteliebende Tierarten geschaffen. Vielleicht lässt sich hier auch wieder einmal ein Weißstorch nieder, so hoffen die Aktiven der Bund Naturschutz Ortsgruppe Landau. Wie im Frammeringer Moos werden nächstes Jahr auch auf den neuen Flächen des Bund Naturschutz im Wallersdorfer Moos ökologische Verbesserungen in Form von Tümpeln, feuchten Mulden, Seigen und Uferabflachungen durchgeführt. Ein ganzes Netz von Feuchtgebieten soll in dem Moosgebiet zwischen Landau und Wallersdorf entstehen. Dann sind  auch hier wieder optimale Lebensbedingungen für den Storch vorhanden und der alteTraum, im Wallerdorfer Moos wieder ein brütendes Paar zu haben,  könnte in Erfüllung gehen. 

Kornweihe überwintert im Wallersdorfer Moos

 Im Wallersdorfer Moos, südlich von Moosfürth, kann man zur Zeit die Kornweihe wieder beim Jagen beobachten. Eine Seltenheit, denn Kornweihen sind nur in den Wintermonaten bei uns. Das Brutgebiet bzw. der Sommerlebensraum der Kornweihe liegt in Nordeuropa, Skandinavien, Polen und Russland. Sie ist von den Bussarden leicht an der V-förmigen Flügelstellung und dem gaukelnden Flug nur 2-3m über dem Gelände zu unterscheiden. Besonders beim Männchen ist auch die Gefiederfärbung ganz anders als bei Bussarden. Es ist sehr hell und hat auffallend schwarze Flügelspitzen. Verwechseln könnte man sie am leichtesten mit der Rohrweihe oder der Wiesenweihe. Beide Schwesterarten sind aber Zugvögel, die den Winter in Afrika verbringen. Die Beutetiere, vor allem Wühlmäuse, überrascht die Kornweihe im Suchflug. Geschickt nutzen die Greife Deckungen aus und erscheinen überraschend. Ursprünglich waren Kornweihen in ganz Europa verbreitet. Durch Landschaftsintensivierung ist sie in Deutschland aber mittlerweile als Brutvogel fast ausgestorben. Nur auf den ostfriesischen Inseln gibt es noch etwa 40 Brutpaare. Anders als ihr Name vermuten lässt, brütet sie nicht in Kornfeldern. Sie bevorzugt offenes Gelände, Heide- und Dünenflächen, Moore und Sümpfe mit ausgedehnten Röhrichtbeständen. Das Wallersdorfer Moos ist neben dem Königsauer Moos das zweite Wiesenbrütergebiet unseres Landkreises im Isartal. Allerdings ist auch hier bei wiesenbrütenden Vogelarten und insbesondere bei den Amphibien ein starker Rückgang in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen. Der Bund Naturschutz kauft daher verstärkt Flächen an, um sie der Natur zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der Spendenaktion Biotopkauf konnten in den letzten Jahren schon Grundstücke erworben werden. Für den Ankauf weiterer Flächen und die Anlage von Tümpeln und Mulden auf den bereits gekauften bittet der BN um weitere Spenden. Das Spendenkonto der Bund Naturschutz Ortsgruppe hat die Nummer 427906 bei der Sparkasse. Als Verwendungszweck soll „Aktion Biotopkauf" angegeben werden. Ab 20 € und bei Angabe der Adresse werden Spendenquittungen automatisch zugesandt.

 

Baggern für die Natur

Das trockene Wetter war für die Baggerarbeiten im Moos sehr günstig

Wallersdorf: Es fällt auf, wenn mitten im Moos ein schwerer Raupenbagger arbeitet. Entsteht hier schon wieder eine neue Biogasanlage, werden die Moosgräben ausgeputzt oder wird eine neue Straße gebaut? Oft verheißt es nichts Gutes für die Natur, wenn schweres Gerät anrückt. Anders war es letzte Woche im Frammeringer und Wallersdorfer Moos. Im Auftrag des Landschaftspflegeverbandes wurden bestehende Biotope nachgearbeitet und ein neues Feuchtbiotop mit einer Größe von ca. 2000 angelegt auf einem Grundstück des Bund Naturschutz. Rund 400 Kubikmeter Material fielen an. Sie fanden Verwendung für  einen Wall entlang der Autobahn. Gleich nach Abschluss der Bauarbeiten wurde das neue Biotop durch Mähgutübertragung aus anderen Feuchtbiotopen angesät. Man hat die Erfahrung gemacht, dass dies die effektivste und billigste Methode ist, um möglichst schnell die entstandene Wunde in der Landschaft zu schließen und einen standorttypischen Pflanzenwuchs zu bekommen. Die neuen Biotope werden Lebensraum für zahlreiche selten gewordenen Wildtiere und Wildpflanzen. Insbesondere sind dies der Brachvogel, die Bekassine, die Schafstelze und weitere wiesenbrütende Vogelarten. Auch der Laubfrosch und die seltene Wechselkröte finden hier ideale Lebensbedingungen. Bereits im Frühjahr wurden hoch bedrohte Wildpflanzen wie Gottesgnadenkraut und Becherglockenblume in neu geschaffenen Seigen  und Bodenmulden ausgepflanzt. Sehr erfolgreich, wie sich jetzt im Herbst zeigt. Es sind alle Pflanzen durchgekommen so dass nächstes Frühjahr mit einer üppigen Blüte zu rechnen ist. Ideale Fortpflanzungsbedingungen finden auch Libellen in den flachen Gewässern, darunter so seltene wie der große Blaupfeil oder die kleine Smaragdlibelle. Das Moosgebiet von Landau bis zur östlichen Landkreisgrenze bei Karlshof, meist unter dem Sammelbegriff Wallersdorfer Moos zusammengefasst, ist für die Erhaltung der Artenvielfalt in unserem Landkreis von sehr hoher Bedeutung.

Eidechsen und Blindschleichen werden sich wohlfühlen

Naturschutzwächter Walter Franziszi erklärte die Funktion der neuen Todholzhaufens für die Reptilien im Wallersdorfer Moos.

Den Reptilien im Wallersdorfer Moos zu helfen, das hat sich Naturschutzwächter Walter Franziszi für heuer vorgenommen. Franziszi wählt jedes Jahr andere Wildtiere aus, für die er sich gezielt einsetzt. Letztes Jahr war es der Eisvogel. Durch Franziszis gezielte Artenhilfsmaßnahmen an der Isarhangleite haben hier letztes Jahr mehr Eisvögel gebrütet und ihre Jungen aufgezogen als in den Vorjahren. Die bedrohte Dorngrasmücke war eine weitere Vogelart, welcher Naturschützer Franziszi schon unter die Arme, oder besser gesagt, unter die Flügel griff. Dieses Jahr sind nun die Reptilien dran. Da geeignete Biotope für Zauneidechse, Blindschleiche und Ringelnatter immer weniger werden, sind sie alle mehr oder weniger in ihrem Bestand bedroht. Daher werden die Flächen des Bund Naturschutz im Frammeringer und Wallersdorfer Moos nun entsprechend  optimiert. Auf einer BN Wiese am östliche Rand der Erlau sind die Maßnahmen schon abgeschlossen. Wurzelstöcke und Todholz wurde an der Böschung aufgerichtet und am Böschungsfuß Steinplatten ausgelegt. Bereits wenige Tage, nachdem der Bagger abgezogen war, tauchten die ersten Blindschleichen auf; als ob sie schon darauf gewartet hätten. In den nächsten Wochen werden weitere Todholzhaufen auf den BN Flächen angelegt. Holzstöcke und Steinplatten bieten den idealen Schutz für die Tiere. Eidechsen, Blindschleichen und Ringelnattern verkriechen sich genauso gerne darunter wie Erdkröte, Teich- und Kammolch. Ausserdem bieten die Stöcke warme Plätze zum Sonne auftanken für die wechselwarmen Tiere an.

Im Wallersdorfer Moos werden Biotope geschaffen.

Bei einem Ortstermin wurde die richtige Gestaltung der neuen Senken und Tümpel im Zeholfinger Moos beraten. (v.L. Klaus Klobe BN, Martin Scheurer Landesamt für Umweltschutz, Franz Schachtner Bauleiter, Horst Göding, Botaniker, Dr. Späth, Landschaftspflegeverband.)

Wallersdorf-Landau: Letztes Jahr erwarb der Bund Naturschutz im Zeholfinger und Wallersdorfer Moos mehrere Grundstücke. Staatliche Zuschüsse, Eigenmittel und Spendengelder wurden dafür eingesetzt. Jetzt werden diese Flächen vom Landschaftspflegeverband Dingolfing-Landau ökologisch optimiert und zu Biotopen umgestaltet. Die Endung „Moos“ sagt in der Regel aus, dass es in dem Gebiet feucht ist. Seltene  Tier- und Pflanzenarten sind auf diesen besonderen Lebensraum angewiesen. Leider wurden unsere Moose in den letzten Jahrzehnten immer trockener. Entwässerungseinrichtungen wie Drainagen und Gräben und der allgemein gefallene Grundwasserstand im Isartal zeigte seine Wirkung. Immer mehr Wiesen wurden zu Äckern umgewandelt und auf weiten Flächen wächst jetzt Energie- und Futtermais. Das schleichende Verschwinden der an das echte Moos gebundenen Wildtiere und Wildpflanzen ist die Folge. Dieser Entwicklung will der Bund Naturschutz nun auf seinen Flächen entgegenwirken. Da die allgemeine Wasserstandsabsenkung nicht mehr rückgängig zu machen ist, wird nun durch Anlage von Mulden, Tümpeln und Seigen der frühere Zustand mehr oder weniger simuliert. In diesen tieferen Stellen herrschen wieder ähnliche Bedingungen wie früher. Seltene gewordene Wildpflanzen wie Sibirische Schwertlilie, Sumpfwolfsmilch, Gottesgnadenkraut, Mehlprimel, die Vogelarten Kiebitz, Großer Brachvogel, Bekassine, Blaukehlchen und auch der Weißstorch erhalten hier wieder eine Chance. Der Storch braucht Frösche wie allgemein bekannt ist. Auf  Frösche, Kröten, Unken und Molche üben seichte Wasserflächen einen ganz besonderen Reiz aus, so dass mit einer schnellen Besiedlung der neuen Flächen gerechnet wird. Vielleicht gelingt es ja doch, dass in Landau, Zeholfing oder Wallersdorf wieder einmal ein Storchenpaar klappert. Der Bund Naturschutz bedankt sich noch einmal bei allen, die bisher für das Moos gespendet haben und noch spenden. Die Gelder sind ein wichtiger Beitrag für die Umsetzung des Projektes. 427 906 ist die Nummer des Spendenkontos bei der Sparkasse Niederbayern Mitte.

Ergebnis der Kartierung im Wallersdorfer Moos

Fast 100 Tagwerk für Brachvogel, Laubfrosch und Prachtnelke im Wallersdorfer Moos.

Die seltene Rohrweihe, hier das Männchen mit Nistmaterial, brütet im Wallersdorfer Moos. Foto F. Meindl

Landau: Trotz des feuchtkalten Wetters machten sich am Vatertag  15 naturinteressierte mit ihren Fahrrädern auf den Weg ins Wallersdorfer Moos. Die Bund Naturschutz Kreisgruppe hatte zur Besichtigung Ihrer Flächen im Wallersdorfer Moos eingeladen. Fast 100 Tagwerk Feld- und Wiesenflächen wurden mit Unterstützung des Freistaates Bayern, der EU und privaten Spendern hier letztes Jahr angekauft. Dazu kommen noch die Flächen in der Erlau, welche bereits früher für die Erhaltung botanischer Raritäten erworben und gestaltet wurden. Die meisten Flächen liegen in der Nähe des sog. Strasser -Weihers , östlich des Fischzuchtbetriebes Steinberger. Einzelne Feldgehölze, Kopfweiden, Schilf bewachsene Gräben, feuchte Wiesenmulden und weite Grasflächen prägen die Landschaft. Leider fressen sich aber auch Maisfelder immer weiter in das Moos und  viele Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen sind bereits verschwunden. Der Ankauf von Flächen für den Naturschutz ist die nachhaltigste Möglichkeit, dieser Negativentwicklung entgegen zu steuern. Aufgrund der bestehenden Pachtverhältnisse wird auf einem Großteil der angekauften  Flächen auch heuer noch einmal Mais wachsen, aber das letzte Mal, so Natur- und Landschaftsführer Franz Meindl. Er erläuterte den Teilnehmern neben der Tier- und Pflanzenwelt die geplanten Optimierungsmaßnahmen auf den Flächen. Aus den Maisfeldern werden mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes Dingolfing Landau wieder Mooswiesen mit feuchten Mulden und Seigen. Die Ansaht erfolgt über Mähgutausbringung aus blumenreichen Wiesenflächen im Isartal. Idealer Lebensraum für Kiebitz, Großen Brachvogel, Bekassine, Feldlerche und vielleicht auch wieder einmal den Weißstorch. Im Sommer tummeln sich hier Tausende von bunten Schmetterlingen und das Zirpen der Heuschecken erfüllt die Luft.  Die Ufer der angrenzenden Moosgräben werden abgeflacht. Botanische Raritäten wie Prachtnelke, Trollblume, Gottesgnaden Kraut und Sumpfwolfsmilch finden die idealen Wuchsbedingungen, seltene Vogelarten wie Bekassine, Rotschenkel und Flussregenpfeifer stochern  nach Würmern und Schnecken. Die entstehenden Schilfstreifen werden von Teichrohrsänger, Blaukehlchen und Rohrammer genutzt. Es werden flache Tümpel und Mulden angelegt. Sie dienen Wechselkröte, Laubfrosch, Erdkröte, Kamm- und Teichmolche als  Laichbiotope. Es gibt aber auch sehr magere und trockene Bereiche auf den neuen BN Flächen. Die Ur-Isar hat flache Hügel aus Kies und Sand angelagert,  auf denen seltene Pflanzen der Magerstandorte, wie z.B die Küchenschelle oder das Helmknabenkraut ihr zu Hause haben. Stellvertretend für all diese Tiere und Pflanzen bedankte sich Meindl zum Schluss bei den Spenderinnen und Spendern der „Aktion Botopkauf“ des Bund Naturschutz. Sie alle haben einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung dieses Naturschutz Großprojektes geleistet. Allerdings sei noch viel zu tun. Im Sommer sollen die ersten Umgestaltungsarbeiten beginnen. Zur Deckung der Kosten ist der Bund Naturschutz auch dazu wieder auf die Spendenbereitschaft naturverbundener Bürger angewiesen.  Das Spendenkonto bei der Sparkasse Niederbayern-Mitte hat die Nummer: 427 906. Bei Spenden über 20 € und der Angabe der Adresse wird eine Spendenquittung zugesandt.

Bund Naturschutz Ortsgruppe bittet um Spenden für Biotopschaffungen!

Der Erlös des Bund Naturschutz Standes am Christkindlmarkt der Förderer fließt in die Spendenaktion „Biotopkauf Landau“.

Zu Weihnachten soll man auch an die Natur denken, so die Aktiven der Bund Naturschutz Ortgruppe Landau. Im Jahr 2008 gründete man daher die Spendenaktion „Biotopkauf Landau“. Rund 8000 € kamen inzwischen zusammen. Damit und mit Unterstützung des Bayerischen Naturschutzfonds konnte die Bund Naturschutz Ortsgruppe letztes Jahr wieder 3 neue Flächen erwerben und eine Wiese langfristig anpachten. 2 davon liegen im Wallersdorfer Moos, eine bei Harburg. Auch für das neue Wildtierhotel Mohnblume an der DGF 3 wurde Spendengelder eingesetzt. Viele seltene Wildtiere und Wildpflanzen können sich auf diesen Flächen ungestört entwickeln.  Um weiter effektiven Naturschutz betreiben zu können, ist man auch zukünftig auf Spendengelder angewiesen. Was viele nicht wissen: In der Umgebung von Landau gibt es noch mehrere sehr seltene Wildtier- und Wildpflanzenarten. So weist das Gebiet zwischen Landau, Wallersdorf und Plattling den zweitgrößten Blaukehlchenbestand in ganz Europa auf und eines der wichtigsten Kiebitzvorkommen Deutschlands. Auch Laubfrosch und Wechselkröte, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten stehen, kommen hier noch vor.  Die sehr seltene Knoblauchkröte wurde vor einigen Jahren ebenfalls noch festgestellt. Der größte Naturdiamant im Gebiet östlich von Landau ist allerdings Adenophora lilliifolia, die Becherglockenblume. Es gibt sie nur im Unteren Isartal zwischen Landau und Deggendorf, sonst nirgens in ganz Deutschland. Die Vorstandschaft der Bund Naturschutz Ortsgruppe hofft daher auch heuer zu Weihnachten wieder auf ein weiches Spenderherz der Landauer. Wert sei unsere Natur das Geld allemal. Es wird zugesichert, dass 100% der Spendengelder für Biotopschaffungen rund um Landau verwendet werden. Von den Biotopen haben nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch wird Menschen Vorteile. Für Radler und Wanderer wird unsere Landschaft interessanter und erlebnisreicher. Schulen und Kindergärten können die Flächen  als „Grünes Klassenzimmer“ nutzen, in dem es immer was zu entdecken gibt. Das Infoblatt zur Aktion liegt in der Ökohalle in der Straubinger Straße auf. Spendenkonto: Nr 427906, Sparkasse Niederbayern Mitte, BLZ 74250000, Verwendungszweck „ Aktion Biotopkauf“. Spendenquittungen werden ab 20 € ausgestellt sofern der Spender seine Adresse bei der Überweisung angibt.

Biotopschutz in großem Stil

Landau: Zu Weihnachten soll man auch an die Natur denken, so die Aktiven der Bund Naturschutz Ortgruppe Landau. Bereits letztes Jahr startete man daher die Spendenaktion „Biotopkauf Landau“. Knapp 5000 € kamen zusammen. Damit und mit Unterstützung der EU und des Freistaates Bayern konnte die Bund Naturschutz Ortsgruppe kürzlich Flächen im Wallersdorfer Moos kaufen.  Es werden hier neue magere Wiesen entstehen, auf denen Schmetterlinge gaukeln, der Brachvogel trillert und der Laubfrosch quakt.  Die Ortsgruppe möchte nächstes Jahr weitere Flächen ankaufen und zum Biotop umgestalten. Leider sind ihre Kassen leer und man hofft auch heuer wieder auf ein weiches Spenderherz der Landauer.   Wert sei unsere Natur das Geld allemal. Es wird zugesichert, dass 100% der Spendengelder für Biotopschaffungen rund um Landau verwendet werden. Was viele nicht wissen: In der Umgebung von Landau gibt es noch mehrere sehr seltene Wildtier- und Wildpflanzenarten. So weist das Gebiet zwischen Landau, Wallersdorf und Plattling den zweitgrößten Blaukehlchenbestand in ganz Europa auf. Auch Laubfrosch und Wechselkröte, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten stehen, kommen hier noch vor.  Die sehr seltene Knoblauchkröte wurde vor einigen Jahren ebenfalls noch festgestellt. Der größte Naturdiamant im Gebiet östlich von Landau ist allerdings  Adenophora lilliifolia, die Becherglockenblume. Es gibt nur noch 2 Bestände dieser attraktiven Wildblume in ganz Deutschland. Die einzelnen Arten mit ihren Besonderheiten werden demnächst in der örtlichen Presse und auf der BN Internetseite noch genauer vorgestellt. Die Landauer Naturschützer haben sich zum Ziel gesetzt, diesen bedrohten Tieren und Pflanzen auch in Zukunft das Überleben bei uns zu sichern und bitten die Bevölkerung um finanzielle Hilfe. Von den Biotopen haben nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch wird Menschen Vorteile. Für Radler und Wanderer wird unsere Landschaft interessanter und erlebnisreicher. Schulen und Kindergärten können die Flächen  als „Grünes Klassenzimmer“ nutzen, in dem es immer was zu entdecken gibt. Das Infoblatt zur Aktion liegt in der Ökohalle in der Straubinger Straße auf. Das Spendenkonto lautet 427906 bei der Sparkasse Landau. Als Verwendungszweck bei der Überweisung ist „ Aktion Biotopkauf“ an zu geben. Spendenquittungen werden ab 20 € ausgestellt.