Uferschutzstreifen sind gut für die Vogelwelt

5 m und mehr sind die Uferschutzstreifen im Frammeringer Moos breit.

Ein Wildvogelspezialist hat in diesem Frühjahr die Flächen des Bund Naturschutz und deren Umgebung, insgesamt eine Fläche von ca. 300 ha,  im Wallersdorfer-, Ettlinger-  und Zeholfinger Moos untersucht. Das Ergebnis ist sehr positiv. Besonders erfreulich ist es, dass 14 Brutpaare des seltenen Blaukehlchens nachgewiesen werden konnten,  eine wirklich stattliche Anzahl für diese Fläche. Ganz entscheidend wirken sich hier die bei den Ländlichen Entwicklungsverfahren Frammering, Zeholfing und Ettling angelegten Uferschutzstreifen an den Moosgräben aus. Auf diesen 5 – 10 m breiten Uferstreifen, die locker mit Schilf und Gebüsch bewachsen sind, finden viele Vögel den idealen Lebensraum. Wo sich größere Schilfzonen gebildet haben, sitzt jeweils ein Brutpaar des Teichrohrsängers und auch die Rohrammer kommt hier vor. Der häufigere Sumpfrohrsänger ist weniger auf Schilf angewiesen und auch mit Brennnesseln und anderen Hochstauden als Bruthabitat zufrieden. Das Blaukehlchen liebt es wenn noch einige Büsche locker am Ufer stehen. Etwas dichterer Gehölzbewuchs ist von der seltenen Dorngrasmücke besiedelt und in den Ausgleichsflächen der Ländlichen Entwicklung außerhalb der Gräben entdeckte der Kartierer mehrere Brutpaare Neuntöter. Es zeigte sich bei der Kartierung ganz klar: Die Uferschutzstreifen und anderen Landschaftspflegeflächen der Ländlichen Entwicklung erfüllen bestens ihren Zweck und sie sind von entscheidender Bedeutung für die Artenvielfalt dieses Gebietes. Gäbe es nur Äcker ohne diese Rückzugsflächen wäre es um die Natur im Wallersdorfer Moos schlecht bestellt, so der Bund Naturschutz. Für die derzeitige Campagne des Bauernverbandes gegen die Ausweisung von Ökologischen Ausgleichsflächen hat der Bund Naturschutz kein Verständnis. Es wäre der direkte Weg in die Naturverarmung unserer Landschaft.

die neue Infotafel im Wallersdorfer Moos

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Bildrechte: Bund Naturschutz Kreisgruppe
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