Naturschützer als Landschaftspfleger

Nach der Mahd können die Schlüsselblumen sich wieder durchsetzen. (Foto: Hans Aigner)

20.4.2017
Zahlreiche Exemplare der Echten Schlüsselblume, auch Wiesenprimel genannt, haben die warmen Frühlingstage an einem Wiesenhang am Teisbach hervorgelockt.  An dem seit Jahren nicht mehr gemähten Hang waren die Frühlingsboten bisher kaum sichtbar, da sie von hohem Altgras verdeckt waren. Auch andere lichtbedürftige Pflanzenarten waren im Lauf der Jahre von hohem Gras und Brennnesseln verdrängt worden.

Mitglieder der Ortsgruppe Dingolfing des Bund Naturschutz starteten deshalb im letzten Herbst eine Mähaktion. Nach fachlicher Beratung durch Dr. Jochen Späth vom Landschaftspflegeverband Dingolfing-Landau mähten sie die steilen Hanglagen mit der Sense, während der flachere Bereich mit Maschineneinsatz von seinem dicken Pelz befreit wurde. Abtransport und Entsorgung von mehreren Anhängern Mähgut wurden von einem Landwirt durchgeführt und die Kosten dafür vom Landschaftspflegeverband übernommen.

Bei ihrer Arbeit stellten die Naturschützer fest, dass der Artenreichtum an Pflanzen noch sehr hoch ist, da sowohl trockene Hanglagen als auch nasse Senken vorhanden sind. Durch die Mäharbeiten, die wiederholt werden, sollen sich licht- und wärmeliebende Pflanzen wieder besser ausbreiten und damit die Lebensgrundlagen für Insekten und Schmetterlinge verbessern. Aber auch die Brennnessel wird ihren Platz haben, da sie Nahrungspflanze für die Raupen mehrerer Schmetterlingsarten ist, so Ortsgruppenvorsitzender Hans Aigner.  

 


Leben und Vielfalt im naturnahen Garten

Die  BUND Naturschutz Ortsgruppe Dingolfing lud im Jahr des Bodens und des 25-jährigen Jubiläum zum Vortrag „Natur um Haus und Garten“ ins  Gasthaus „Postbräu“ ein.  Bernhard Pellkofer führte in seinem Vortrag quer durch verschiedene Gartengestaltungselemente die jeder nachmachen kann. In unserer ausgeräumten Landschaft sind Gärten mit einem reichen Blütenflor für viele Insekten und Vögel eine wichtige Nahrungsquelle und dem Gartenbesitzer Leben im Garten.   Neben vielen Interessenten konnte BN-Vorsitzender Josef Rehmeier  den Referenten  und Gartenexperten aus Poxau, Bernhard Pellkofer,  begrüßen. Es sind die kleinen Dinge im Garten auf die Pellkofer zu Beginn des Vortrags aufmerksam machte. Wildpflanzen wie Brennesel, Wasserdost, Natternkopf oder Oregano in einer kleinen Ecke des Gartens angelegt,  bringen viele Insekten in den Garten. Auf Weidenbäume, so Pellkofer, haben sich 30 Wildbienenarten spezialisiert. Weidenkätzchen sind auch das erste Nahrungsangebot im Frühjahr und somit wichtig, wobei hier der Garten eine für Weiden geeignete Größe haben sollte. Eine Blumenwiese, statt Zierrasen, bringt viel Leben in den Garten. Schmetterlinge, Hummeln, Wildbienen und andere Insekten  finden so ein artenreiches Nahrungsangebot. Eine Bereicherung ist auch ein Gartenteich. Bernhard Pellkofer hat in seinem Garten einen Schwimmteich angelegt, der für  Pflanzen, Libellenlarven  und Amphibien wie Frosch und Molch ebenfalls noch genügend Raum lässt. Ein kleines Gewässer hat in jedem Garten Platz, so der Referent. Ein zusätzliches  Gestaltungselement ist Totholz. Totholz ist noch lange nicht tot, denn ein alter Baumstamm oder auch ein dickerer Ast in eine nicht genutzte Ecke des Gartens gelegt, wird von Pilzen für Käferarten wie Zangenbock oder Stolperkäfer aufbereitet. Die Fraßgänge der Käfer werden wiederum von einzeln lebenden Wildbienen besiedelt. So bietet auch Totholz vielen Arten ein Versteck und Nahrung für die  Käferlarven.   Pellkofer möchte keine exotischen Pflanzen aus Gärten verbannen aber es gibt immer wieder Möglichkeiten einheimische Pflanzen in die Gartengestaltung zu integrieren. Gerade einheimische Bäume und Sträucher bieten unseren Singvögeln im Garten ein reichhaltiges Nahrungsangebot. „Eine Vielzahl von Tieren und auch Pflanzenarten bevölkern unseren Garten, ob wir das wollen oder nicht“, so Bernhard Pellkofer, „also, warum sollte man sich diesen Umstand nicht auch zunutze machen“. Für all unsere „Schädlinge“ die sich an unseren Nutzpflanzen gütlich tun, gibt es Gegenspieler die ihnen wiederum den Garaus machen. Um eine ausreichende Arbeit erledigen zu können müssen die „Nützlinge“ aber auch ausreichend mit Nahrung versorgt sein. Mit einer großen Vielfalt an Pflanzen schafft man Stabilität in seinem Garten. In unserer ausgeräumten Landschaft sind Gärten mit einem reichen Blütenflor für viele Insekten eine wichtige Nahrungsquelle, für die Gartenbesitzer Leben und Vielfalt im Garten.


BN Ortsgruppe protestiert in München

Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Kirchen und Entwicklungspolitik demonstrierten vergangenen Freitag gemeinsam in München gegen Patente auf Leben und Gentechnik in der Landwirtschaft. Der Demonstrationszug mit mehreren Hundert  Demonstranten hat um 11 Uhr auf dem Odeonsplatz  begonnen und zog bis 13 Uhr zum Europäischen Patentamt. Mitglieder der Bund Naturschutz Ortgruppe Dingolfing wollen durch ihre Teilnahme an der Demo zeigen dass Patente auf Leben nur der Industrie dienen, aber nicht den Landwirten und uns als Verbrauchern.

 „Patente und Gentechnik gehen Hand in Hand. Große Konzerne wie Monsanto patentieren Pflanzen und Tiere, mit und ohne Gentechnik. Gleichzeitig drücken die Konzerne immer mehr risikobehaftete gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Markt“, sagte Hubert Weiger vom Bund Naturschutz in Bayern. „Bisher hat die Bundesregierung nichts getan, um diese Entwicklung tatsächlich zu stoppen.“

 Anlass der Demonstration war das Ende der Frist zum Einspruch gegen ein Tomatenpatent, die Schrumpeltomate,  am Europäischen Patentamt (EPA), das  am Freitag ablief und der  Öffentlichkeit Gelegenheit gab, zur grundsätzlichen Frage der Patentierung von Pflanzen und Tieren aus konventioneller Zucht Stellung zu beziehen. Die etwa 600 Demonstranten haben aus diesem Anlass ihrem Unmut über die Patentierung von Leben mit Blasmusik, Trommeln und Traktoren Luft gemacht.

„Bundestag und Europäisches Patentamt haben sich eindeutig gegen Patente auf Milchkühe und Gemüse ausgesprochen – trotzdem werden diese Patente immer weiter erteilt. Hier werden die Interessen von Landwirten und Verbrauchern an die Industrie verkauft“, sagt Georg Jansen, Geschäftsführer der ABL „Das Patentamt ist der Handlanger der Industrie.“

 Tatsächlich hat das Europäische Patentamt nie aufgehört, Patente auf Pflanzen und Tiere zu erteilen. Ein Beispiel: Wie Ruth Tippe vom Bündnis „Keine Patente auf Saatgut!“ bei jüngsten Recherchen herausfand, haben die Prüfer des EPA im August entschieden, demnächst ein Patent auf Salat zu erteilen. Eine niederländische Firma wird dann ein Monopol auf Salat haben, der länger frisch aussieht und nach herkömmlichen, traditionellen Methoden gezüchtet wurde, obwohl Verfahren zur  konventionellen Zucht nicht patentiert werden dürfen.

 In Zukunft könnte es sogar noch schlimmer kommen. Die EU plant ein neues Einheitspatent, das die Patentierung beschleunigt und die Kosten für Einsprüchen von Nichtregierungsorganisationen um ein Vielfaches erhöhen wird. Dieser neue Gerichtshof soll Teil des neuen Systems eines EU-Einheitspatentes werden, mit dem die Erteilung von Patenten erleichtert werden soll. Das Europäische Parlament soll diesen Entwurf jetzt bis zum 10. Dezember verabschieden. Die internationale Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“ warnt vor den Konsequenzen des geplanten Abkommens zum EU-Patentgerichtshof aus drei Gründen:

Die Entscheidungen des neuen Gerichtshofs können nicht vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) überprüft werden. Durch hohe Kosten der Rechtsverfahren werden gemeinnützige Organisationen daran gehindert vor dem neuen Gerichtshof zu klagen. Notwendige nationale Maßnahmen, um die Reichweite von Patente zu begrenzen, werden unmöglich gemacht. Stattdessen wird ein erheblicher Druck auf das Europäische Parlament ausgeübt, dem Text im Schnellverfahren zuzustimmen. Wir sind äußerst besorgt darüber, dass dieses Abkommen nur die Ansprüche derer berücksichtigt, die ein finanzielles Interesse an Patenten haben, während die Interessen der Öffentlichkeit ignoriert werden. Wir fordern daher, dass dieser Entwurf zurückgewiesen wird“, sagt Christoph Then, einer der Sprecher von „Keine Patente auf Saatgut!“ 

Die Bund Naturschutz Ortsgruppe betonte gegenüber der Organisatoren sich weiterhin an Demos zu beteiligen um derartige unnötigen Patentierungen zu verhindern. Neue Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.   

100 Jahre für eine freifließende Donau

Mitglieder der Ortsgruppe Dingolfing des Bund Naturschutz ließen es sich nicht nehmen beim Donaufest mitzufeiern. Mit  Zug und Fahrrad  ging es auch dieses Jahr wieder Niederalteich.  100 Jahre Bund Naturschutz und ein Donau-Ausbau ohne Staustufen waren gleich zwei Anlässe zum Feiern. Und das hat die BN-Ortsgruppe mit vielen anderen Naturschützern und Umweltverbänden bei seinem traditionellen Donaufest an Christi Himmelfahrt in Niederalteich auch getan. Doch trotz Feierlaune sind nach wie vor viele Umweltschützer  skeptisch, ob es bei dem sanften Donau-Ausbau diesmal wirklich bleibt. Wir werden uns deshalb auch in Zukunft  für den Erhalt der freifließenden Donau zwischen Straubing und Vilshofen einsetzen, war der gemeinsame Tenor aller Redner und Anwesenden an der Donaufeier.

Wanderungen und Radtouren 2010

In ihrem Jubiläumsjahr zum 20jährigen Bestehen hat die Ortsgruppe Dingolfing ein umfangreiches Wander- und Radtourenprogramm aufgelegt. Sie können es im Downloadbereich herunterladen.

Naturschützer im Einsatz für die freifließende Donau

Dingolfing/Niederalteich:  Zum 10. Mal haben Mitglieder der großen Naturschutzverbände Landesbund für Vogelschutz (LBV), Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) , Landesfischereiverband, Greenpeace, Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Bayerische Kanuverband und die Spielvereinigung Niederalteich das Fest an der Donau gefeiert.  Mitglieder der BN-Ortsgruppe Dingolfing  waren,  angereist  mit  Zug und Fahrrad, auf dem Donaufest  dabei um für eine weiterhin  frei fließende Donau zu kämpfen. 


An zahlreichen Ständen konnten sich die Besucher informieren, für Kinder standen  Bastelangebote bereit und auf kurzen Exkursionen informierten Naturexperten über die Schätze an der freifließenden Donau. Für das leibliche Wohl sorgte die Spielvereinigung Niederalteich. „Es ist ein schönes Bild, wenn man sieht dass sich über 1000 Menschen vor die Donau stellen“, so Georg Kestel, Kreisvorsitzender des BN- Deggendorf, bei der Begrüßung der Gäste der Kundgebung an der Donau. Viele waren auch mit Ruderboot, Kanu oder Fahrrad gekommen.

 „Es ist wie die Geschichte mit dem Hasen und dem  Igel“, so Dr. Christian Stierstorfer, der LBV-Donaubeauftragte. Immer wenn Bundesministerium und RMD Hirngespinste verbreiten würden, seien die Donauschützer schon da  um Behauptungen, dass Staustufen die ökologische Qualität eines Flusses verbessern können, oder dass Staustufen die Autobahnen entlasten, zu entlarven. „Wir wollen das Rauschen und Strömen eines Flusses und keinen stinkenden Stausee, über dem Flugzeuge Granulate zur Zuckmückenbekämpfung abwerfen müssen“.  Weil Bayern die Projektverantwortung für die ökologische Entwicklung des Doanuraumes übernommen hat, habe die Fließstrecke zwischen Straubing und Vilshofen mit der überregional bedeutenden Artenvielfalt  und Signalwirkung für den gesamten Donauraum, betont Dr. Stierstorfer. Wo sollen die Zugvögel, die Bewohner der Auwälder, Kiesbänke und Schlammlingsfluren denn hin wenn alles überschwemmt ist, fragte Dr. Stierstorfer.

„Die Binnenschifffahrt habe eine wichtige Funktion im Gesamtverkehr, aber sie habe auch die Defizite, die durch Staustufen nicht ausgleichbar sind“. so Michael Ziesack vom VCD.  Die Binnenschifffahrt sei nicht flächendeckend wirksam und werde somit niemals die Straßen entlasten. Es fährt kein Schiff von Deggendorf nach München und außerdem fehle für den Containertransport   nicht die notwendige  Wassertiefe,  sondern die fehlende Durchfahrtshöhe an den Brücken, besonders am Rhein-Main-Donaukanal, erklärt Michael Ziesack.
 
„Obwohl der Bundestag 2002  beschlossen hat, kein Geld mehr für Staustufen an der Donau bereitzustellen, bezahlt der Bund die Hälfte der 33 Millionen Euro, die die Vorbereitung zum Planfeststellungsverfahren für die Staustufenvariante C280 kostet“, schimpfte Prof. Dr. Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und auch Landesvorsitzender des BN zur Rolle der RMD und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bei den laufenden Untersuchungen zum Donauausbau.  Die RMD heble den Bundestagsbeschluss einfach  aus, und das sei undemokratisch. Es kann nicht angehen, dass in dieser  wichtigen  Aufgabe die Naturschutzverbände, die auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen sind, gegen 33 Millionen aus der Staatskasse antreten müssen. Oft seinen die Vorschläge der Verbände nicht nur besser, sondern auch wesentlich preiswerter, betonte Prof. Weiger bei seiner Ansprache.  Beim Donauausbau gehe es nicht um die Schifffahrt, sondern um die Gewinne derer, die am Bau verdienen, schimpfte Prof.  Hubert Weiger weiter.  Ein Zeichen des Aufbruchs ist für Prof. Weiger die Perspektive des niederbayerischen Donauraumes in das UNESCO-Weltnatur- und Kulturstätten  aufgenommen zu werden.  Altabt  Emanuel Jungclausen, des Klosters Niederalteich, freute sich als Schirmherr der frei fließenden Donau über die schon 10-jährige Ausdauer der Donauschützer. „Weitermachen, es  lohnt sich für eine gute Sache zu kämpfen“.  Ein Grund für die Mitglieder der BN-Ortsgruppe sich  in den kommenden Jahren weiterhin  für die Donau einzusetzen.

BN-Ortsgruppe Dingolfing ehrt langjährige Mitglieder

Der Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Dingolfing Josef Rehmeier konnte imGasthaus „Postbräu" zur Mitgliederehrung viele Gäste begrüßen. „Mehr als 20 oder 30 Jahre Unterstützung, ob aktiv, ideell oder finanziell, jede Unterstützung ist für den Bund Naturschutz und zur Bewältigung seiner Aufgaben sehr wichtig" begann der BNVorsitzende seine Ansprache. Natur und Umweltschutz ist kein Luxus und keine Schönwetterveranstaltung, sondern die zentrale Grundlage und Sicherung der Lebensgrundlagen. Arbeiten mit der Natur nur so sichert der Mensch sein Überleben auf dieser Erde, denn die Natur braucht nicht unbedingt den Menschen aber der Mensch braucht die Natur, mit ihrer Produktionsleistung, ihren Abbau und Selbstreinigungsprozessen, ihrer Sauerstoffproduktion und ihrer Artenvielfalt. Ein Schatz,viel zu kostbar um ihn allerorts auf das Spiel zu setzen, betont Rehmeier.

Nachhaltigkeit soll kein bloßes Schlagwort auf einem Stück Papier sein, sondern es sollte gelebt und umgesetzt werden. Ob in der großen oder kleinen Politik oder im privaten Bereich. Ob in der Wirtschaft oder im Straßenbau, ob in der Landwirtschaft oder im eigenen Garten. Dabei ist es natürlich auch wichtig die in den vergangenen Jahrzehnten gewachsene Kulturlandschaft zu sichern, weiter zu entwickeln, bzw. wenigstens auf dem momentanenStand zu erhalten. Dies sieht die Ortsgruppe Dingolfing auch als ihre Aufgabe und aktive Arbeit vor Ort. Der Bund Naturschutz, so Rehmeier, kann keine Vorschriften machen,aber er kann sich aktiv Beteiligen, kann aktiv Einfluss nehmen, auf Negatives aber auch auf Positives.

Viele Mitglieder, das sind in Dingolfing über 250, geben dem BN Unterstützung und sind eine starke Rückendeckung. Vorsitzender Josef Rehmeier bedankte sich im Namen des Landesvorsitzenden Prof. Hubert Weiger, im Namen des Kreisgruppenvorsitzenden AloisAig ner und natürlich auch im Namen der Vorstandschaft der Ortsgruppe Dingolfing bei den langjährigen Mitgliedern. Nach der Ansprache und der Ehrung der Mitglieder wurdebei Kaffee und Kuchen noch bis in den frühen Abend gemütlich beisammengesessen.

Geehrt wurden:

30 Jahre Mitgliedschaft, BN-Abzeichen in Silber: Dieter Bröhl

20 Jahre Mitgliedschaft, BN-Abzeichen in Bronze: Margit Scherl, Gabriele und Johann

Kniescheck, Manfred Friedl, der bereits seit 16 Jahren Kassier bei der BN-OG ist.

Text zum Foto:

BN-Jubilare mit OG-Vorstand (vorne von li:) Josef Rehmeier, Dieter Bröhl, Margit Scherl,

Gabriele und Johann Kniescheck, Manfred Friedl.

Jubilarfeier beim Bund Naturschutz

Kürzlich lud die Bund Naturschutz Ortsgruppe Dingolfing langjährige Mitglieder zu einer kleinen Feier in das „Stadtcafe Albrecht“ ein. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Dingolfing, Josef Rehmeier, dankte den Jubilaren im Auftrag des Landesverbandes, der Kreisgruppe und der Ortsgruppe Dingolfing für 20 Jahre Mitgliedschaft. Mehr als 20 Jahre Unterstützung - ob als aktives oder passives Mitglied – jede Unterstützung für den Bund Naturschutz und seine Naturschutzarbeit ist wichtig, so Rehmeier bei seiner Laudatio.  „Die Mitgliedschaft beim Bund Naturschutz und die lange Zugehörigkeit zeigt dass die Natur einen nicht unerheblichen Stellenwert hat!“, so der Vorsitzende. Einige der Mitglieder waren und sind noch immer in der Vorstandschaft des BN tätig. Rehmeier überreichte als Anerkennung und einem persönlichem Dank des Bund Naturschutz für 20 Jahre Mitgliedschaft das BN-Abzeichen in Bronze. Im Anschluss wurde in geselliger Runde noch lange über die letzten Jahrzehnte im Leben der BN-Jubilare gesprochen.

Geehrte Mitglieder des Bund Naturschutz für 20 Jahre Mitgliedschaft und das BN-Abzeichen in Bronze: Auf dem Foto von links nach rechts:

Neophytenprojekt gestartet

Über den Stand des Neophytenprojekts der Ortsgruppe können sie sich mit einer Präsentation informieren, die im Downloadbereich zur Verfügung steht.

Wanderung rund um Teisbach

Die Teilnehmer der Wanderung.

Dingolfing -Teisbach: Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums der BN-Ortsgruppe traf man sich am vergangenen Sontag zur Wanderung "Rund um Teisbach". Der BN-Vorsitzende der Ortsgruppe Dingolfing, Josef Rehmeier,  konnte trotz des regnerischen Wetters viele Teilnehmer auf dem Marktplatz in Teisbach begrüßen. Die Wanderung führte auf die Anhöhen bei Öd, von denen man einen schönen Blick ins Isartal und Teisbach hat. Leider verhinderten die Regenwolken die Sicht in den bayerischen Wald. Rehmeier erklärte von dieser Stelle aus den Teilnehmern den Straßenverlauf des vom Landkreis geplanten Autobahnanschlusses für BMW und der angeblich überregionalen Anbindung in Richtung Süden, womit man wieder ein Stück Landschaft zerschneidet und stark verlärmt und Teisbach und Dornwang den Verkehr ungebremst zuführt. Über Piegendorf, das mit schönen und gut erhaltenen alten Bauernhäusern aufwarten kann, ging man weiter zum Gasthof "Räucherhansl" um sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken. Der Rückweg konnte wegen des anhaltenden Regens der letzten Tage nicht wie geplant entlang des Teisbachs oder auf dem Kreuzweg gegangen werden. Die Biberfamilien im Teisbach und den daneben liegenden Weihern erreichten die Teilnehmer über den Zugang von der Kreisstraße aus und über den dort beginnenden Kreuzweg. Der Vorsitzende erklärte den Teilnehmern warum der Biber der beste und der billigste Landschaftsgestalter ist und dass durch seine Tätigkeit im und neben dem Bach neue Lebensräume geschaffen werden.  Rehmeier erklärte auch den Grund der eingebauten Rohre in den Biberdämmen und klärte über die Verhaltens- bzw. Ernährungsweisen, der Biberfamilien auf.  Beeindruckt vom Biber, aber auch von der noch intakten Landschaft in diesem Bereich des Teisbachs machte man sich auf den Heimweg.


BN-Ortsgruppe Dingolfing ehrt langjährige Mitglieder

Dingolfing: Der Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Dingolfing Josef Rehmeier  konnte im Gasthaus „Alte Post“ zur Mitgliederehrung viele Gäste begrüßen, darunter auch die 2. Bürgermeisterin der Stadt Dingolfing,  Christina Jodlbauer,  Studiendirektor Josef Fröhler, als Vertreter des Gymnasiums Dingolfing,  Stadtpfarrer Martin Martlreiter und Landrat Heinrich Trapp.

„Mehr als 20, 30 oder 40 Jahre Unterstützung, ob aktiv, ideell oder finanziell,  jede Unterstützung ist für den Bund Naturschutz und zur Bewältigung seiner Aufgaben sehr wichtig“ begann der BN-Vorsitzende seine Ansprache. Natur  und Umweltschutz ist kein Luxus und keine Schönwetterveranstaltung, sondern die zentrale Grundlage und Sicherung der Lebensgrundlagen.  Arbeiten mit der Natur  nur so sichert der Mensch sein Überleben auf dieser Erde,  denn die Natur braucht nicht unbedingt den Menschen aber der Mensch braucht die Natur, mit ihrer Produktionsleistung, ihren  Abbau und Selbstreingungsprozessen,  ihrer Sauerstoffproduktion und ihrer Artenvielfalt. Ein Schatz,  viel zu kostbar um ihn allerorts auf das Spiel zu setzen, betont Rehmeier.
Nachhaltigkeit soll kein bloßes Schlagwort auf einem Stück Papier sein, sondern es sollte  gelebt und umgesetzt werden. Ob in der großen oder kleinen Politik oder im privaten Bereich. Ob in der Wirtschaft oder im Straßenbau, ob in der Landwirtschaft oder im eigenen Garten.
Dabei ist es natürlich auch wichtig die in den vergangenen Jahrzehnten gewachsene Kulturlandschaft zu sichern, weiter zu entwickeln, bzw. wenigstens auf dem momentanen Stand zu erhalten. Dies  sieht die Ortsgruppe Dingolfing auch als ihre Aufgabe und aktive Arbeit  vor Ort. Der Bund Naturschutz, so Rehmeier, kann keine Vorschriften machen, aber er kann sich aktiv  Beteiligen, kann aktiv Einfluss nehmen, auf Negatives aber auch auf Positives.  
Viele  Mitglieder, das sind in Dingolfing über 250, geben dem BN Unterstützung und sind eine starke Rückendeckung.  
Vorsitzender Josef Rehmeier bedankte sich im Namen des Landesvorsitzenden  Prof. Hubert Weiger, im Namen des Kreisgruppenvorsitzenden Peter Hirmer  und natürlich auch im Namen der Vorstandschaft der Ortsgruppe Dingolfing  bei den langjährigen Mitgliedern. Nach der Ansprache und der Ehrung der Mitglieder wurde bei Kaffee und Kuchen noch bis in den frühen Abend gemütlich beisammengesessen.

Geehrt wurden mit dem BN-Abzeichen in Bronze für 20 Jahre Mitgliedschaft:
Hans u. Anita Aigner,  Eva u. Josef Goldbrunner, Manfred u. Jutta Gleixner, Elfriede u. Anton Hiebler,  Johann u. Christine Islinger,  Walter u. Siglinde Kühndel,  Theresia Lange,  Stadtpfarrer Martin Martlreiter, Reinhold Rinke, Josef u. Irmingard Raith,  Josef  u.  Ingrid Rehmeier, Hildegard Schmid für ihren Mann Edgar, Lydia  und  Stefan Schraml.

Geehrt mit dem BN-Abzeichen in Silber und einer Urkunde wurde:   Antonie Holzinger

Gehrt mit dem BN-Abzeichen in Gold und einer Urkunde wurden:  Wilhelm Kelling, das  Gymnasium Dingolfing mit Vertreter Std. Josef Fröhler, die Stadt Dingolfing mit Vertreterin 2. Bürgermeisterin Christina Jodlbauer und der Landkreis Dingolfing/Landau mit Vertreter Landrat Heinrich Trapp.