Blog der Jugendgruppe Landau

Die Jugendgruppe Be(e)green betreibt einen eigenen Blog:
http://beegreen.online/
Viel Spaß

Durch die Blume gesprochen

be(e) green
Bürgermeister Helmut Steininger war begeistert vom Engagement der jungen Naturschützer

Jugendgruppe des Bund Naturschutz schafft Lebensgrundlage für Wildbienen

Landau, September 2015

54 Prozent der Wildbienen-Arten in Bayern stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Höchste Zeit, diesem Trend entgegenzuwirken, findet die 17-jährige Julia Fritzsche. Mit Nikola Dietlmeier, Bettina Pleintinger und ihrer Zwillingsschwester Rebecca hat sie im Dezember 2014 die Jugendgruppe des Bundes Naturschutz „be(e) green“ ins Leben gerufen, der mittlerweile etwa 15 Mitglieder angehören. Die ersten Projekte laufen bereits - und am gestrigen Mittwochnachmittag hat sich Bürgermeister Helmut Steininger ein Bild von der Blumenwiese der jungen Naturschützer gemacht.

„Die Bienen sind zunehmend bedroht“, weiß Julia Fritzsche, „denn es gibt kaum noch freie Felder“, es mangle an „ursprünglichen Wildblumenwiesen“. Aus diesem Grund hat sich die Jugendgruppe „be(e)
green“ im Mai dazu entschlossen, eine solche Wiese anzulegen. „Sie soll als Futterquelle dienen, zum
Beispiel für Insekten“, sagt „be(e) green“-Mitglied Leopold Beham. Auch der ästhetische Aspekt sei
nicht außer Acht zu lassen. Es handelt sich um eine Blumen- und Kräuterwiese mit mehreren Blumenarten, darunter auch zahlreiche Sonnenblumen. Zweimal im Jahr müsse die Wiese gemäht werden.
Blühendes Blumenmeer in der Ruselstraße
Zwölf Mitglieder der Jugendgruppe haben am 9. Mai Wildblumensaatgut ausgesät. Biosaatgut, versteht sich. Bei der Fläche handelt es sich um ein unbebautes Grundstück von Bund Naturschutz- Mitglied Christine Leonhart in der Ruselstraße, in der Nähe des Krankenhauses. Das Projekt trägt Früchte,
die Samen sind aufgegangen - und in der Ruselstraße gibt es nun ein blühendes Blumenmeer.
Die Gruppe „be(e) green“ gibt es seit Dezember, sagt Julia Fritzsche. „Wir sind auf den Bund Naturschutz zugegangen und wurden mit offenen Armen empfangen.“ So wurde die Jugendgruppe gegründet, die sich in der Gegend für den Umwelt- und Naturschutz stark macht.
„Viele Jugendliche interessieren sich für den Naturschutz.“ Bei „be(e) green“ haben die Jugendlichen
die Möglichkeit, bei Naturschutz- Projekten mitzuwirken. „Im August haben wir uns am Ferienprogramm
beteiligt“, sagt Fritzsche. Die Jugendgruppe hatte zum „Abenteuer Isar“ eingeladen. Dabei
erkundeten sie mit vier Kindern spielerisch die Natur an der Isar. „Wir haben zum Beispiel ein Insektenhotel gebastelt.“
„Upcycling“-Workshop in Planung
Weitere Projekte sind bereits in Planung. Im Herbst wolle die Gruppe einen „Upcycling“-Workshop
anbieten. „Dabei werden aus Abfallprodukten wie Papier und Blechdosen neue Dinge gebastelt“,
erklärt Julia Fritzsche. Diese Wiederverwendung von gebrauchtem Material reduziert die Neuproduktion
von Rohmaterialien und kommt damit der Erde zugute. „Das sieht wirklich hübsch aus“, fand Bürgermeister Helmut Steininger mit Blick auf die Blumenwiese. Die Mitglieder der Jugendgruppe
stellten dem Bürgermeister „be(e) green“ vor. Steininger sicherte der Gruppe die Unterstützung
der Stadt bei Fragen zu weiteren Projekten zu - auf dass sich die Nachwuchs-Naturschützer auch
weiterhin tatkräftig für den Umweltschutz einsetzen.

Quelle: Helmut Wimberger, Landauer Zeitung

"Be(e) green" plant das neue Schuljahr

Be(e) green

Landau, September 2015

Am Freitag, 18. September fand im Gymnasium Landau das erste Treffen der Jugendgruppe nach der Sommerpause statt. Mit neuer Energie wurde die Planung des neuen Schuljahres besprochen. Die Jugendgruppe freute sich sehr über einige neue Gesichter, die zukünftig bei den Aktionen mitwirken möchten.

Bei dem Treffen wurden also die Ideen und Termine für 2015/2016 besprochen, wie beispielsweise ein Upcycling Workshop in Landau, der diesen Herbst stattfinden soll. Bei diesem geht es darum, aus Abfallprodukten wie Papier neue Dinge zu basteln. Diese Wiederverwendung von bereits vorhandenen  Material reduziert die Neuproduktion von Rohmaterialien und kommt so der Erde zugute. Zudem steht weiterhin eine Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Landau und der Jugendorganisation Bund Naturschutz auf dem Plan.

Außerdem wurden die erfolgreichen Projekte der Jugendgruppe zur Sprache gebracht. Hier ist etwa die neu angelegte Blumenwiese in der Oberen Stadt von Landau erwähnenswert, die viel Lob eingebracht hat. „Wir starten also voller Elan und Enthusiasmus in den Herbst bzw. in das neue Schuljahr und versuchen, auch weiterhin so aktiv wie möglich zu sein“, so eine der Mitglieder.

Quelle: Landauer Zeitung

Kinder erkunden Natur an der Isar

an der Isar
Mitglieder von be(e) green mit den Kindern und Betreuerin an der Isar

Landau, August 2015

Am 14. August lud die Jugendgruppe „be(e) green“ des Bund Naturschutzes erstmals im Ferienprogramm zum Abenteuer Isar ein. Dabei erkundeten vier Kinder zusammen mit Betreuerin Kathleen Bachmeier spielerisch zwei Stunden lang die Natur an der Isar.

Nach dem lustigen Nachmittag an der Isar, der mit Brotzeit endete, bedauerten die Teilnehmer, dass „Abenteuer Isar“ wegen der großen Hitze um zwei Stunden verkürzt werden musste, da man erst um 16 und nicht wie geplant um 14 Uhr begann.

Quelle: Landauer Zeitung

Jugendgruppe Landau sammelt Samen für neue Biotope

Seggensamen
Die Ortsgruppe und die Jugendgruppe nutzten das schöne Wetter und sammelten mit viel Spaß Samen von Sauergräsern

Landau, Juli 2015

Kürzlich sammelten die Bund Naturschutz Jugendgruppe "Be(e) green" und die BN-Ortsgruppe Landau auf Feuchtflächen im Zeholfinger Moos Samen für neue Biotope.
Bei sonnigem Wetter und mit viel Spaß bei der Arbeit wurde im Zeholfinger Moos im Auftrag des Landschaftspflegeverbandes Dingolfing-Landau Samen von seltenen Seggenarten gesammelt. Seggen sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Sauergrasgewächse mit bis zu etwa 2000 Arten, die meist in den kalten und klimatisch gemäßigten Zonen vorkommen. Mit den gesammelten Samen werden Feuchtbiotope beimpft, die im Frühjahr 2015 auf Ausgleichsflächen der Autobahn im Frammeringer Moos und in den Bärnschhädelwiesen bei Ganacker angelegt wurden. Auf diese Weise wird die Ansiedlung dieser seltenen Gräser in den neuen Flächen stark beschleunigt. Ohne die Sammelaktion würde es Jahre dauern, bis die Seggensamen den Weg zu den neuen Flächen fänden.  Früher, als im Isarmoos noch Weidewirtschaft betrieben wurde, verbreiteten sich solche Samen über die ziehenden Schaf- und Rinderherden. Heute muss der Mensch nachhelfen. „Insgesamt sammelten wir einen ganzen Sack voll  dieser Samen. Das Ergebnis kann sich also wirklich gut sehen lassen!“, so eine der Mitglieder von „Be(e) green“, der Jugendgruppe Landau des BUND Naturschutz.
Nach getaner Arbeit erfreuten sich alle noch an einer kleinen Brotzeit mit selbstgemachtem Holundersaft und Apfelmost und so konnte diese Aktion mit ein paar sehr interessanten Gesprächsthemen wie zum Beispiel den Vorteilen des vegetarischen Lebens, abgerundet werden.

Etwas selbst in die Hand nehmen

Julia Fritzsche

Julia Fritzsche (17) engagiert sich für den Umwelt- und Naturschutz

Gerade sitze ich am Computer um unsere Gruppen-T-Shirts zu bestellen. Über ein halbes Jahr gibt es unsere Jungendgruppe „be(e)green jetzt schon. Und eigentlich hat alles noch viel früher begonnen.  Denn schon lange wollten ein paar Freundinnen und ich uns für den Umweltschutz engagieren. Wir wussten nur nicht recht wie.

Im September entschlossen wir uns, zu der Monatsversammlung der Ortsgruppe Landau des Bund Naturschutzes zu gehen, um uns über deren Projekte zu informieren. Diese empfingen uns mit offenen Armen und waren von unserem Tatendrang begeistert- ebenso wie wir auch von ihnen. Deswegen sagten wir gleich für eine Biotop-Pflegeaktion zu. Von da an waren wir beim Bund Naturschutz dabei.

Durch die Ortsgruppe Landau an der Isar knüpften wir auch Kontakt zur JBN. Die JBN ist die Jungendorganisation Bund Naturschutz. Als Bayerns größter Jungend- Umweltverband ist dieser sehr erfolgreich.

So konnten wir eine eigene Jugendgruppe in Landau gründen, die sich hier in der Gegend für den Umwelt- und Naturschutz stark macht. Damit ging für mich ein Traum in Erfüllung. Dass es so einfach und unkompliziert mit so vielen netten und hilfreichen Leuten ging, hatte ich nicht gedacht. Nun hieß es Werbung für unser Gründertreffen zu machen und am 5. Dezember war es so weit: Mit selbst ausgedachten und entworfenem Namen und Logo empfingen wir die Neugierigen. Fast alle waren begeistert von unseren Ideen und Vorschlägen und trugen sich in die Teilnehmerliste ein. Bald kamen noch einige dazu.

Derzeit sind wir 15 aktive Mädels und Jungs. Hinter uns liegen einige Aktionen und zahlreiche Aktionen mit der JBN sowie der Ortsgruppe Landau. Unsere aktuellen politischen Themen sind TTIP, das Freihandelsabkommen mit den USA, und Fracking, einer Methode zur Erdgasgewinnung. Um etwas dagegen zu tun waren wir schon auf Demos in Berlin und München. Für den Wildbienenschutz legen wir gerade eine Wildblumenwiese mitten in Landau an andere Naturschutzaktionen stehen auch schon auf dem Programm.

Manchmal kann die Organisation einer solchen Gruppe schwierig sein, vor allem wenn mehrere Aktionen zeitgleich anstehen. Doch meine Freunde und ich lieben unsere Gruppe und sind mit vollem Einsatz dabei. Denn das wollten wir schon lange machen.

Wildblumenwiese

Lebensgrundlage für Wildbienen!

Wildblumensaatgut wurde von Mitgleidern der Jugendgruppe gesät.

Unterschriften gegen TTIP

Die Jugendgruppe sammelt in Straubing Unterschriften gegen das Freihandelsabkommen TTIP