Die Vorstandschaft seit 1974

1974 - 1976 Gründungsjahre mit den Vorsitzenden Volker Herden, Wilhelm Nagel, Elmar Putz
1976 - 1984 Josef Geisberger wird Vorsitzender, ihn unterstützen Wilhelm Nagel und Jobst-Heinrich Bornemann
1984 - 1987 Die Vorstand verjüngt sich: Reinhard Fischer wird Stellvertreter von Josef Geisberger
1987 - 1999 Reinhard Fischer übernimmt den Vorsitz. Josef Eberl ist zweiter Vorsitzender, Karl Wolf ist Kassier, Elisabeth Heckert Schriftführerin, Delegierte sind Josef Geisberger und Uli Höhl, Willi Nagel ist Kassenprüfer. In dieser Zeit gibt es zahlreiche Neugründungen von Ortsgruppen und die Mitgliedschaft hat das stärkste Wachstum.
1992 gibt es Nachwahlen. Franz Hofbauer wird Kassier, Fischer Karin wird Schriftführerin.
1999 - 2004 Reinhard Fischer ist erster Vorsitzender, Peter Hirmer ist zweiter Vorsitzender, Franz Anneser dritter. Franz Hofbauer macht die Kasse, Josef Viehbeck ist Schriftführer.  Alois Aigner und Jürgen Heinemann sind Delegierte. Helga Kühmeier und Theresia Lange prüfen die Kasse. Franz Meindl, Markus Winkler und Alois Aigner sind weitere Beisitzer.
2004 - 2006 Peter Hirmer übernimmt den Vorsitz, Reinhard Fischer und Josef Viehbeck werden zu seinen Stellvertretern. Franz Hofbauer ist weiterhin Kassier, Franz Anneser wird Schriftführer. Alois Aigner und  Walter Franziszi sind Delegierte. Helga Kühmeier und Theresia Lange prüfen die Kasse.  Besitzer sind Roswitha Kühnert, Franz Meindl, Peter Aigner, Joachim Aschenbrenner, Christine Kleiner und Ludger Reintke.
2006 - 2008 Josef Viehbeck wird zum Vorsitzenden gewählt. Reinhard Fischer ist Stellvertreter. Franz Hofbauer bleibt Kassier, Franz Anneser Schriftführer, Alois Aigner und Jürgen Heinemann sind weiterhin Delegierte. Die Beisitzer sind jetzt Hans Aigner, Franz Meindl, Siegfried Dorrer,  Roswitha Kühnert, Horst Kühnert
2009 Nach dem Wegzug von Josef Viehbeck wird bei Nachwahlen Peter Hirmer wieder zum Vorsitzenden gewählt. Hans Aigner ist jetzt Delegierter
seit 2012 führt Alois Aigner die Kreisgruppe, Reinhard Fischer und Otto Feldmeier sind seine Stellvertreter. Franz Hofbauer ist Kassier, Franz Anneser Schriftführer.  Hans Aigner und Rehmeier Josef  sind die Delegierten,  Helga Kühmeier und Theresia Lange die Kassenprüfer. Beisitzer: Meindl Franz, Kühnert Roswitha, Kühnert Horst, Bubenik-Grüneisl Mechtild.

Linde erinnert an den Landauer Eulenprofessor.

Linde erinnert an den Landauer Eulenprofessor.

Ambros Christof  aus Thalham gehörte zu den engagiertesten Naturschützern im Landkreis.  Bereits 2003 wurde er dafür mit der Umwelt Medaille des Freistaates Bayern ausgezeichnet und mit den Ehrennadeln in Gold des Bund Naturschutz und des Landesbund für Vogelschutz. Er leistete viele Tausend freiwillige Arbeitsstunden. Mehrere erfolgreiche Naturschutzprojekte gehen auf ihn zurück. Aufwandsenschädigungen, die  er von staatlicher Seite dafür erhielt, steckte Christof nicht in die eigene Tasche, sondern spendete sie wieder für den Naturschutz. Auf seine finanzielle Unterstützung geht der Ankauf einer 7000 qm großen Hang-Magerwiese zwischen Zeholfing und Kothingeichendorf durch den Bund Naturschutz zurück.  Hier wurde nun zu seinem Andenken zusammen mit seiner Frau Marianne eine Linde gepflanzt. Hoch oben am Hügel wird sie viele Jahre an Bros, erinnern. In Naturschutzkreisen war Ambros Christof der „Eulenprofessor“, denn Eulen waren seine große Leidenschaft. Er setzte sich zum Ziel, die seltene Schleiereule bei uns wieder heimisch zu machen und es gelang ihm auch.  Über 700 Brutkästen von der Größe eines Kühlschrankes stellte er selbst her und hängte sie im Stadel oder Schuppen von Landwirten in ganz Niederbayern auf.. Hätte er die Aktion angemeldet, wäre er damit wahrscheinlich in das Giunessbuch der Rekorde aufgenommen worden. Das Projekt brachte ihm dann auch den Beinamen „Eulenprofessor“ ein.  Harte Schale, weicher Kern, dieser Spruch traf für den Eulenprofessor ganz besonders zu. Er konnte kein Tier leiden sehen und half daher kranken Vögeln so gut er konnte. Bei sich zu Hause betrieb er eine Auffangstation für verletzte Wildvögel. Zusammen mit seiner Frau Marianne rettete er so vielen Tieren das Leben. Um Frösche kümmerte er sich ebenfalls. Neben denen, die er in seinem eigenen Weiher hatte, sammelte er bei der Läichwanderung im Frühjahr alljährlich hunderte ein und bewahrte sie so vor dem Überfahren werden. Ein Nein gab es bei Ambros auch nicht, wenn es um handfeste Arbeit bei der Pflege von Biotopflächen ging. Mit Sachverstand und Ausdauer war er immer dabei. Bei den Versammlungen des BN wird auch heute noch so manche Geschichte über den Eulenprofessor erzählt. So kam man auch auf die Idee mit der Linde.

Hans Ristl ist gestorben

Hans Ristl beim Besuch des Naturschutzgebietes Rosenau im Mai letzten Jahres

Juni 2011

Wallersdorf /Landau: Hans Ristl aus Wallersdorf ist letzten Freitag im hohen Alter von 91 Jahren im Altenheim Wallersdorf gestorben. Die Naturschutzverbände im Landkreis haben damit einen sehr wertvollen Menschen und Mitarbeiter verloren. Das Studieren und Erforschen unserer heimischen Natur war der Lebensinhalt von Hans Ristl. In Gesellschaft war er nur sehr selten an zu treffen, dafür war ihm seine Zeit nach eigenen Aussagen zu kostbar. Hans Ristl war ein Multitalent im Verborgenen. Er war Botaniker, Zoologe, Naturschützer, Gärtner, Kakteenspezialist, Maler, Musiker, Komponist, Philosoph, Bildhauer, Mineralienkenner und Vieles mehr. Wenn er was anpackte, ging er der Sache auf den Grund. Oberflächlichkeit kannte er nicht. Seine besondere Leidenschaft galt von Jugend an der Erforschung der Natur. Sogar während den schweren Zeiten des letzten Weltkrieges, als die anderen Menschen sich hauptsächlich um sich selbst und ihre Familien kümmerten, war Hans Ristl draußen in der Natur. Jedes Pflänzchen, jeder Käfer, jeder Stein hatte es ihm angetan. Er schrieb auf, sammelte, kartierte und katalogisierte. Er hinterlässt dem Naturschutz ein Pflanzenherbarium, eine Sammlung heimischer Insekten, eine Mineraliensammlung und eine Kakteensammlung. Alles akribisch aufgeschrieben und dokumentiert und so von höchstem Wert. Die Entdeckung und Erhaltung mehrerer seltener Wildpflanzen in unserem Landkreis haben wir ihm zu verdanken. Ohne ihn wären Becherglockenblume, Gottesgnadenkraut, Fliegenragwurz und Sumpfwolfsmilch und weitere Arten vielleicht unbemerkt aus unserem Landkreis verschwunden. Daneben kultivierte er seltenste Pflanzen aus der ganzen Welt bei sich zu Hause. Seinen Alpengarten und das Kakteengewächshaus pflegte er bis zu seinem letzten Tag daheim vorbildlich. Zu seiner Neigung für die Natur passte es auch, dass sich Hans Ristl viel Gedanken über den Sinn des Lebens machte. Seine philosophischen Notizen und Aufzeichnungen zeugen davon . Ausserdem war Ristl ein Musiker mit Leib und Seele. Eine Zeit lange verdiente er sich damit seinen Lebensunterhalt. Noten anderer nach zu spielen war ihm allerdings bald zu langweilig. Er bildete sich in Noten- und Harmonielehre fort und begann selber zu komponieren. Ergebnis war das zweieinhalbstündige Oratorium „Das ewige Leben“. Er komponierte es nach eigener Betitelung als „Andacht über die Ursachen des Daseins und über den Sinn des Lebens für alle Gottgläubigen“. Zur Vertonung seines Werkes mietete er sich in München ein ganzes Orchester mit Chor und ließ 1000 Plattenalben mit je 4 LP-s fertigen. Wie es dem Wesen von Hans Ristl entsprach im Eigenverlag ohne Mithilfe Anderer.  Sogar das Plattencover entwarf er selber.