Der Rehbraune Dachpilz

Schnecken scheinen Dachpilze gut zu schmecken wie an den großen Fraßstellen zu sehen ist. (Foto: Meindl)

 

Dingolfing-Landau: Der Schnee ist kaum weggeschmolzen zeigen sich auch schon wieder die ersten Pilze in unseren Wäldern. Einer den man fast gänzjährig finden kann, ist der Rehbraune-Dachpilz. Er gehört zu den Holz zersetzenden Pilzarten ist daher auch nur auf Holz zu finden. Auf stark vermoderten, alten Stümpfen, die schon teilweise mit Moos überzogen sind, hat er seine Heimat. Das ist auch der Grund, weshalb man den Dachpilz auch dann findet, wenn es anderen Pilzarten zu trocken oder zu kalt ist. Innerhalb der Holzstümpfe herrschen ganz andere Bedingungen als im Waldboden da es hier länger feucht und auch wärmer ist. Ausserdem findet der Pilz das ganze Jahr über die notwendigen Nährstoffe im Holz. Der Rehbraune-Dachpilz, wissenschaftlich Pluteus cervinus, ist ein Speisepilz mittlerer Qualität. Sein Fleisch riecht und schmeckt rettichartig, was nicht jedermanns Sache bei Pilzen ist. Als Mischpilz ist er aber in jedem Fall gut geeignet.  Der Hut des Rehbraunen Dachpilzes erreicht bis zu 14 Zentimeter im Durchmesser und ist braun. Die Hutoberfläche ist oft buckelig und fettig glänzende, wie mit einem Butterpapier poliert. An der Hutunterseite hat er Lamellen, die im Jugendstadium weiß und mit zunehmendem Alter rosa werden. Sie sind nicht am Stiel angewachsen,  so wie bei vielen anderen Pilzenarten sondern frei. Die freien Lamellen sind ein wichtiges Merkmal für den Pilz, um ihn nicht mit ähnlich aussehenden, oft giftigen Rötlingen, zu verwechseln. Am ehesten verwechselt man den
Rehbraunen Dachpilz aber mit anderen Dachpilzen . Diese Verwechslung ist in der Regel aber unkritisch, da fast alle Dachpilze essbar sind und es keine stark giftigen Arten in dieser Pilzgattung gibt. Wer sich bei der Bestimmung nicht sicher ist, kann die Pilzgruppe beim Bund Naturschutz Tel. 09951 601318 befragen.