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    5.10.2022
    Über 50 Pilzarten entdeckt – Mit dem Experten unterwegs
    Der Andrang war groß, und so machten sich 30 Schwammerlinteressierte bei herrlichem Wetter auf zu einem Streifzug durch den herbstlichen Wald. Organisiert von der Ortsgruppe Niederviehbach des Bund Naturschutz stand Pilzsachverständiger Franz Meindl den Naturbegeisterten unterstützend zur Seite und erklärte die Unterscheidungsmerkmale der ähnlichen Arten. Schwerpunkt waren essbare Pilze. Über 50 verschiedene Pilzarten konnten so sicher bestimmt werden. 
    Einführend stellte Meindl die für das Pilze sammeln notwendige Ausrüstung vor: Ein Korb sei zweckmäßig. Plastiktüten seien nicht sinnvoll. Da Pilze Feuchtigkeit abgeben werden sie in Tüten matschig. Der Pilzsachverständige hatte auch einen Plastikbehälter dabei, so wie ihn Angler für ihre Ausrüstung schätzen. In dieser Box kann man empfindliche Arten schützen und auch Pilze zur Nachbestimmung transportieren. Unbestimmte Pilze sollte man nämlich nicht mit den sicher bestimmten essbaren Arten zusammen aufbewahren. Ein normales Taschenmesser reiche aus, aber Profis hätten oft ein Messer mit einer Bürste am Griff zur Reinigung der Pilze. Und dann sollte man immer ein gutes Bestimmungsbuch dabeihaben, so könne man vor Ort schon wichtige Arten erkennen. Zweckmäßig sollte auch die Kleidung sein. Gummistiefel und Hose über die Stiefel oder Socken über die Hose würden bei der Zeckenabwehr helfen, so der Fachmann.
    Schon am Wegrand wurde man fündig. Der erste gefundenen Pilz war ein Schopftintling, Junge Exemplare, die noch durchgehend weiß sind, können gesammelt und gegessen werden. An diesem Exemplar erklärte der Fachmann die richtige Pilzernte und entließ die Teilnehmer für kurze Zeit zum freien Sammeln. Die Ausbeute war enorm, die gefundenen Pilze wurden anschließend vom Fachmann am Sammelplatz begutachtet und bestimmt. Neben vielen anderen Pilzen waren Marone, Steinpilz, Krause Glucke, aber auch Frauentäubling, Rostfleckiger Helmling und Fichtenreizker dabei. Der gar nicht so selten auftretende und mittlerweile von Pilzfachleuten etwas umstrittene Herbstlorchel konnte bestaunt werden. In alten Pilzbüchern steht er noch als Speisepilz, er kann bei empfindlichen Personen jedoch Allergien auslösen.
    Michael Püls bedankte sich im Namen der BN Ortsgruppe Niederviehbach und der Teilnehmer beim Exkursionsleiter Franz Meindl. Dieser sei Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie und auch aktiv bei der Pilzgruppe Dingolfing-Landau. Das bei der Veranstaltung vorgezeigte Skriptum „Pilzwissen kompakt“ kann auf der Homepage der Kreisgruppe des Bund Naturschutz downloads eingesehen werden.
    Zu den Bildern:
    Die Gruppe beim ersten Pilz am Wegesrand: ein Schopftintling. Davon gibt es viele und noch junge, durchgehend weiße Exemplare können durchaus verzehrt werden.
    Herbstlorchel – dieser außergewöhnliche, aber gar nicht so seltene Pilz wurde auch im Hattenhof gefunden. Die Verwendung in der Küche ist neuerdings umstritten.
    Alle gefundenen Pilze wurden von Franz Meindl fachmännisch begutachtet und bestimmt. Für viele Teilnehmer der Höhepunkt der Veranstaltung.