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    Den Rosablättrige Egerlingsschirmling lieber nicht essen

    In vielen Gärten und öffentlichen Rasenflächen sprießen zur Zeit wieder weisse Pilze hervor. Sie sehen erst einmal Wiesenchampignons zum Verwechseln ähnlich. Schneidet man einen ab und betrachtet ihn von unten, zeigen sich weiße anstatt rosa Lamellen. Bei vielen schrillen dann die Alarmglocken weil sie wissen dass Knollenblätterpilze, die giftigsten Pilze unserer Wälder, ebenfalls weiße Lamellen haben. Es stellt sich nun für Viele die Frage, ob diese weißen Pilze ebenfalls hochgiftig und z.B. für Kinder oder den Haushund eine Gefahr sind.  Pilzberater Klaus Breese gibt Entwarnung. Es ist der Egerlingsschirmling. Bis vor wenigen Jahren galt er als Speisepilz, in den letzten Jahren ist er aber in Verruf gekommen. Er soll zu Unverträglichkeitsreaktionen geführt haben. Deshalb wird nach neusten Erkenntnissen von seinem Verzehr abgeraten, auch weil er leicht mit der weißen Form des tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilzes verwechselt werden kann. Der Pilz mit wissenschaftlichem Namen Leucoagaricus leucothites gehört zur Gattung der Schirmlinge und nicht der Champignons und wächst gerne an offenen Standorten wie Gärten, Parkanlagen, Wiesen, aber auch in Gewächshäusern. Besonders oft erscheint er in frisch angelegten Rasenflächen. Der drei bis 11 cm große Hut ist weiß bis cremefarben, seine Huthaut überhängend. Die Lamellen sind beim jungen Pilz weiß, später rosa, niemals braun, wie beim Wiesenchampignon, mit dem der Rosablättrige Egerlingsschimling verwechselt werden könnte. Die Sporenpulverfarbe wechselt ebenso im Alter von weiß nach rosa. Der Stiel ist cremeweiß, schlank und hohl, der Ring schmal, häutig und nach oben abziehbar. Die Stielbasis ist knollig verdickt. Der Geruch ist neutral bis angenehm pilzartig. Verwechslungen mit weißen Knollenblätterpilzen könnten tödlich verlaufen. Am besten lassen diese sich durch die häutige Umrandung an der Stielbasis erkennen, wobei der Pilz aber im Ganzen aus dem Boden genommen werden muss und nicht am Stielgrund abschnitten werden darf. Der Rosablättrige Egerlingsschimling wirkt auch wie ein Wiesenchampignon mit weißen Lamellen und sollte wegen der Verwechslungsgefahr mit Giftpilzen nicht gesammelt und verzehrt werden. Wer Probleme bei der Pilzbestimmung hat, kann sich an den Pilzberater Dr. Klaus Breese aus Straubing. Tel. 0174 3039708 wenden.