Wallersdorfermoos bei Sonnenaufgang
Baum Eiche Feldgehölz
Blumenwiese Wallersdorf Moos
Vils Flusslauf Niederbayern Eichendorf
Isartal Südhang Juni Wiesensalbei


Blühwiesenaktion abgeschlossen

Dingolfing-Landau: Das Volksbegehren zur Bewahrung der Artenvielfalt scheint einen neuen Gartentrend ausgelöst zu haben. Täglich erreichen zur Zeit viele Telefonanrufe den Bund Naturschutz im Landkreis mit Fragen zur Anlage von Blumenwiesen und Blühflächen. Viele Landkreisbürger möchten gerne  was für Bienen und Insekten tun und einen Teil Ihres Gartens zur Blühwiese umgestalten. Aber wie geht das, reicht es einfach Samen in den Rasen zu streuen oder ist mehr notwendig und wo bekommt man gute Ansaatmischungen möglichst aus heimischen Blumen her. Viele Fragen die so manchen Gartenbesitzer schließlich doch von der Umwandlung ihres Wimbledon Rasens in ein blühendes Bienenparadies abhalten. Damit das nicht passiert, bietet der Bund Naturschutz nun zusätzlich zu den Blühflächeninitiativen der Gartenbauvereine, der Gemeinden und  des Landkreises Unterstützung in Form von Merkblättern und Saatgut an.  Dazu gibt es auf der Internetseite des BN 4 Merkblätter über die richtige Anlage und Pflege von Blühflächen sowie Bezugsquellen für regionale Samen und Wildstauden.  Um den Bedarf an Samen abschätzen zu können, wird eine Sammelbestellung organisiert.  Erfolgreiche Ansaaten sind möglich, aber man muss sich mit dem Thema Blumenwiese bzw. Blühmischung auseinandersetzen, bevor man zu Fräse, Spaten und Rechen greift. Ganz zu Anfang muß man sich entscheiden, ob man eine einjährige oder mehrjährige Blühfläche will. Denn daraus resultiert die Vorbereitung der Fläche und der Einkauf des Saatgutes. Einjährige Samenmischungen haben den Vorteil, dass sie weniger Ansprüche an den Boden stellen und bereits im ersten Jahr blühen. Sie müssen allerdings jedes Jahr neu angesät werden. Da viele großblütige Hybrid- und Zuchtsorten dabei sind, wirkt ihr Blütenflor besonders bunt, für Bienen und Insekten haben sie aber keinen so großen Wert wie dauerhafte Blumenwiesen.

Eine dauerhafte Blumenwiese dagegen wird nur einmal angesät und kann bei richtiger Pflege viele Jahre bestehen bleiben. Bei der Ansaat muß man hier allerdings große Sorgfalt walten lassen. In jedem Fall muß der bestehende Rasen entfernt, umgegraben oder gefräst werden. Am besten eignet sich ein sonniger Standort im Garten. Für die Vorbereitung der Ansaatfläche stehen je nach Größe und vorhandenem Gerät drei verschiedene Methoden zur Auswahl:

Die Vertikutiermethode, bei welcher der bestehende Bewuchst möglichst tief und gründlich vertikutiert wird, die Fräsmethode, bei der bestehende Rasen eingefräst wird, oder die Bodenaustauschmethode, bei welcher der bestehende Boden gegen mageres Substrat aus Kies und Kompost ausgetauscht wird. Im Detail sind alle 3 Methoden auf den neuen BN-Merkblättern beschrieben. Allen 3 Methoden ist gemeinsam, dass der Samen gut gewalzt oder festgetreten werden muß. Wichtig ist es im Ansaatjahr weiter mit dem Rasenmäher zu mähen allerdings mit der höchsten Einstellung um auflaufende Ackerbeikräuter zu entfernen.  Im nächsten Jahr 3-mal (erstmals Ende Mai) später 2-mal, (erstmals Mitte Juni) mit Sense oder Balkenmäher mähen.
Im April gab es ein Angebot, den Samen für 20 qm kostenlos zu erhalten. Es wurde von fast 100 Gartenbesitzern genutzt.

Die Blühflächen-Märkblätter stehen unter  Downloads zum Herunterladen bereit.

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