Wallersdorfermoos bei Sonnenaufgang
Baum Eiche Feldgehölz
Blumenwiese Wallersdorf Moos
Vils Flusslauf Niederbayern Eichendorf
Isartal Südhang Juni Wiesensalbei

Ausstellung "Tatort Garten" im Kastenhof Landau

Dass Gärten möglichst naturnah, und nicht aus Schotter, Steinen und Beton bestehen sollten, darin sind sich der Kreisverband für Gartenbau- und Landschaftspflege und die Bund Naturschutz Kreisgruppe einig. Gemeinsam holen sie daher die Foto-Ausstellung Tatort Garten, Ödnis oder Oase in den Landkreis.  Zu besichtigen wird die Ausstellung mit großformatigen Fotos vom 3. - 23. November im Kastenhof Landau sein. Die Eröffnungsfeier, zu der neben den Ehrengästen auch die gesamte Bevölkerung eingeladen ist, findet am 2.11.2019 um 18 Uhr statt. Den Eröffnungsvortrag wird Dr. Wolfgang Zängl, Gesellschaft für Ökologische Forschung und Mitgestalter der Aktion „Grün kaputt“, die durch die Fernsehbeiträge von Dieter Wieland vielen noch bekannt ist. Danach wird der Autor und Fotograf Heini Inkoferer vom BN Landshut den Besuchern die Ausstellung persönlich erläutern. Begleitend zur Ausstellung laden am 7.11. um 19.30 Uhr der Gartenkreisfachberater Andreas Kinateder und Werner Glück vom Bund Naturschutz zu ihrem gemeinsamen Vortrag mit den Themen „Wege zur Natur im Garten“ und „Anlage von Blumenwiesen“ in den Kastenhof ein. Eine Woche später, am 14.11. um 19.30 Uhr lädt Alois Schrögmeier aus Simbach, Ehren-Bezirksvorsitzender der Gartenbauvereine, zu seinem Bildvortrag „Die größten Gartenirrtümer“ ebenfalls in den Kastenhof ein. Zu besichtigen wird die Ausstellung täglich zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums sein.


Blühwiesenaktion abgeschlossen

Dingolfing-Landau: Das Volksbegehren zur Bewahrung der Artenvielfalt scheint einen neuen Gartentrend ausgelöst zu haben. Täglich erreichen zur Zeit viele Telefonanrufe den Bund Naturschutz im Landkreis mit Fragen zur Anlage von Blumenwiesen und Blühflächen. Viele Landkreisbürger möchten gerne  was für Bienen und Insekten tun und einen Teil Ihres Gartens zur Blühwiese umgestalten. Aber wie geht das, reicht es einfach Samen in den Rasen zu streuen oder ist mehr notwendig und wo bekommt man gute Ansaatmischungen möglichst aus heimischen Blumen her. Viele Fragen die so manchen Gartenbesitzer schließlich doch von der Umwandlung ihres Wimbledon Rasens in ein blühendes Bienenparadies abhalten. Damit das nicht passiert, bietet der Bund Naturschutz nun zusätzlich zu den Blühflächeninitiativen der Gartenbauvereine, der Gemeinden und  des Landkreises Unterstützung in Form von Merkblättern und Saatgut an.  Dazu gibt es auf der Internetseite des BN 4 Merkblätter über die richtige Anlage und Pflege von Blühflächen sowie Bezugsquellen für regionale Samen und Wildstauden.  Um den Bedarf an Samen abschätzen zu können, wird eine Sammelbestellung organisiert.  Erfolgreiche Ansaaten sind möglich, aber man muss sich mit dem Thema Blumenwiese bzw. Blühmischung auseinandersetzen, bevor man zu Fräse, Spaten und Rechen greift. Ganz zu Anfang muß man sich entscheiden, ob man eine einjährige oder mehrjährige Blühfläche will. Denn daraus resultiert die Vorbereitung der Fläche und der Einkauf des Saatgutes. Einjährige Samenmischungen haben den Vorteil, dass sie weniger Ansprüche an den Boden stellen und bereits im ersten Jahr blühen. Sie müssen allerdings jedes Jahr neu angesät werden. Da viele großblütige Hybrid- und Zuchtsorten dabei sind, wirkt ihr Blütenflor besonders bunt, für Bienen und Insekten haben sie aber keinen so großen Wert wie dauerhafte Blumenwiesen.

Eine dauerhafte Blumenwiese dagegen wird nur einmal angesät und kann bei richtiger Pflege viele Jahre bestehen bleiben. Bei der Ansaat muß man hier allerdings große Sorgfalt walten lassen. In jedem Fall muß der bestehende Rasen entfernt, umgegraben oder gefräst werden. Am besten eignet sich ein sonniger Standort im Garten. Für die Vorbereitung der Ansaatfläche stehen je nach Größe und vorhandenem Gerät drei verschiedene Methoden zur Auswahl:

Die Vertikutiermethode, bei welcher der bestehende Bewuchst möglichst tief und gründlich vertikutiert wird, die Fräsmethode, bei der bestehende Rasen eingefräst wird, oder die Bodenaustauschmethode, bei welcher der bestehende Boden gegen mageres Substrat aus Kies und Kompost ausgetauscht wird. Im Detail sind alle 3 Methoden auf den neuen BN-Merkblättern beschrieben. Allen 3 Methoden ist gemeinsam, dass der Samen gut gewalzt oder festgetreten werden muß. Wichtig ist es im Ansaatjahr weiter mit dem Rasenmäher zu mähen allerdings mit der höchsten Einstellung um auflaufende Ackerbeikräuter zu entfernen.  Im nächsten Jahr 3-mal (erstmals Ende Mai) später 2-mal, (erstmals Mitte Juni) mit Sense oder Balkenmäher mähen.
Im April gab es ein Angebot, den Samen für 20 qm kostenlos zu erhalten. Es wurde von fast 100 Gartenbesitzern genutzt.

Die Blühflächen-Märkblätter stehen unter  Downloads zum Herunterladen bereit.

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