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Kiebitz gesucht!

Kiebitze sind faszinierende Vögel. Leider gehen ihre Bestände in den letzten Jahren rapide zurück. In vielen Gebieten Bayerns sind sie bereits ausgestorben, bei uns im Landkreis gibt es sie noch. Wie viele Brutpaare es wirklich noch sind, wusste lange niemand. Deshalb führte der Bund Naturschutz in den Jahren 2018 und 2020 eine landkreisweite Erfassung durch. Die Bevölkerung wurde über die Presse aufgerufen, Kiebitzsichtungen im Landkreis Dingolfing-Landau zu melden. Und es waren wirklich viele Meldungen. Ein Teil der gemeldeten Vorkommen war dem BN schon bekannt, andere dagegen nicht. Gisela und Franz Meindl, die beiden Kiebitzspezialistendes BN gingen dann den Meldungen im Gelände nach, suchten und zählten die Vögel und trugen sie in Karten ein. So entstand eine Gesamtübersicht der Kiebitze im gesamten Landkreis, die wegen der Unterstützung aus der Bevölkerung „Kiebitz-Volkskartierung“ genannt wurde. Damit bekam unser Landkreis eine Gesamtschau der Kiebitze, die es in keinem anderen Landkreis gibt. Inzwischen sind allerdings schon wieder 6 Jahre vergangen und die Zahlen sind veraltet. Daher hat sich der BN nun entschlossen, die Kiebitz-Volkskartierung 2026 zu starten. Man ist dabei wieder auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen und hofft auf zahlreiche Meldungen. Interessant wären vor allem Sichtungen außerhalb des Isartals, denn im Isartal sind die Zahlen bekannt. Aber wie viele noch im Hügelland, im Aitrachtal, im Vilstal und im Simbachtal brüten weiß niemand. Wer hier Kiebitze sieht, soll dies melden. Der BUND Naturschutz geht den Hinweisen dann nach. Die gewonnenen Daten werden anschließend zusammengefasst und in die amtliche Artenschutzkartierung aufgenommen.
Durch seine Größe, sein auffälliges Aussehen und vor allem seine auffälligen Flugmanöver ist der Kiebitz auch für Laien und ohne Fernglas gut erkennbar. Wer bei dieser Volkskartierung also mitmachen möchte, braucht keine besondere Erfahrung. Mit der Meldung von Sichtungen ist auch kein bürokratischerAufwand verbunden. Dabei sind lediglich Name und Adresse sowie derungefähre Sichtungsort anzugeben. Meldungen nimmt Daniela Girke, Geschäftsführerin der BN per Telefon: 08731/323462 (mit Anrufbeantworter), per E-Mail: daniela.girke@bund-naturschutz.de oder per WhatsApp unter 0151/70302609 entgegen.











