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Wir sind Transitstrecke

Transitstrecke für viele Zugvögel. Im Isarmoos, aber auch in den Wiesenbereichen des Vilstales gibt es im Frühling viel zu beobachten. Unser Landkreis, insbesondere das Isartal und das Vilstal liegt auf ihrer traditionellen Zugroute. Die Vögel sind auf ihrer Reise darauf angewiesen, dass sie auf Feldern und Wiesen und vor allem in Feuchtgebieten noch ungestörte Plätze zum Rasten, Übernachten und zur Nahrungsaufnahme finden. Das derzeit im Königsauer Moos laufende Wiedervernässungsprojekt des Landkreises leistet hier einen wichtigen Beitrag. Nicht nur für Kiebitze, Brachvögel, Feldlerchen, Fasane und Rebhühner, die bei uns brüten, ist es existenziell wichtig, dass es diese Naturgebiete noch gibt, sondern auch für die vielen Durchzieher. Jede neue Straße, neue Industriehalle und Solaranlage dagegen verkleinert den Lebensraum für diese Arten, was schließlich zum Verschwinden führen wird. Sehr problematisch ist auch die Zunahme des Freizeitdrucks während der Brutzeit. Besonders Hundehalter sollten während der Durchzugs- und Brutzeit von Anfang März bis Ende Mai das Moos für ihre Spaziergänge meiden, so die Mitglieder der Projektgruppe „Gemeinsam dem  Kiebitz helfen“, in der sich der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz, der Bauernverband und der Landschaftspflegeverband im Landkreis Dingolfing-Landau zusammengeschlossen haben.   Aber noch ziehen die Arten bei uns durch und wir können stolz auf sie sein. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die derzeit durchziehenden Seltenheiten auf den Feldern und Wiesen des Isar- und Vilstales. Die Sichtungstermine beziehen sich auf das Jahr 2022

 

 

Das haben wir schon vorloren: Liste der verlorenen Arten im Isarmoos

  • Liste der verlorenen ArtenHier finden Sie Bilder der Arten, die noch vor fünfzig Jahren bei uns im Isarmoos heimisch waren, aber heute verloren sind.

Das Königsauer Moos - bedrohter Schatz im Isartal

Das Königsauer Moos ist ein Naturerbe von europaweiter Bedeutung. Schon die Herzöge und Kurfürsten von Bayern schätzten das Königsauer Moos wegen seines Vogelreichtums. Damals standen jagdliche Interessen im Vordergrund. Immerhin fanden Hirschen aus dem Alpen im Winter noch den Weg bis vor die Landschaft vor dem Jagdschloss Leonsberg.
Heute stehen die Bewahrung der Artenvielfalt sowie die Schonung der Ressourcen Wasser, Boden und Luft an erster Stelle. Das Königsauer Moos ist nicht als Naturschutzgebiet ausgewiesen, aber es gehört zum bayernweiten Lebensraumnetz "BayernNetz Natur" und dem europäischen Lebensraumnetz "Natura 2000". Außerdem ist es als Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet sowie als Vogelschutzgebiet von europaweiter Bedeutung ausgewiesen.

Zahlreiche wesentliche Landschaftselemente

Das Königsauer Moos erstreckt sich über 13 km² im Isartal nördlich der Autobahn zwischen den Ortschaften Unterhollerau und Großköllnbach. Es erscheint als weite, offene Landschaft mit einem hohen Anteil blütenreicher Wiesen, die durch Gehölz- und Schilfgruppen gegliedert sind. Der große Wert des Gebietes liegt in der Vielzahl der hier lebenden Tier- und Pflanzenarten. In den Schilfbeständen brüten Blaukehlchen und Rohrsäger, auf den Wiesen blühen Flockenblumen sowie Wiesensilge, und auf den besonders feutchten Streuwiesen leben seltene Schmetterlingsarten wie Moorbläuling und Riedteufel.

Wichtigstes Brutgebiet für Brachvögel in Bayern

Der bekannteste Bewohner des Königsauer Mooses ist der Große Brachvogel. Sein langer, gebogener Schnabel macht ihn zu einer markanten Erscheinung. Er kann hier noch existieren weil blütenreiche Feuchtwiesen noch nicht zu Äckern umgewandelt worden sind. Hier brütet ein Drittel der niederbayerischen Brachvögel.
Daneben brüten 60 Arten im Moos, 123 Zugvogelarten machen hier Rast, immer öfter sogar Kraniche.

Die Zukunft des Mooses ist ungewiss

Dass das Königsauer Moos auch in kommenden Generationen seine wichtige Rolle als Grundwasserspeicher, CO2-Senke, Brut- und Rastgebiet und nicht zuletzt als einzigarter Natur-Erlebnis-Raum spielen kann ist keineswegs selbstverständlich. Ohne Ausgleichszahlungen werden die Wiesen bald zu Äckern umgepflügt sein. Noch viel mehr Flächen müssen in öffentlichen Besitz übergeführt werden. Der Abbau des Torfbodens ist noch nicht gestoppt. Zunächst müsste dringend dafür gesorgt werden, dass die Austrocknung zumindest gestoppt wird. Dann müssen zentrale Zonen wieder vernässt werden. Der Freizeitdruck auf das Vogelgebiet muss kanalsiert werden. Noch viel zu oft wird das Moos als Auslauf für Hunde genutzt. Das Heranrücken von immer mehr Gewerbegebieten mit hohen Hallen muss ein Ende haben.