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Stadtchampignon - Agaricus bitorquis

Vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein ist ein besonders kräftig aussehender Champignon an Straßenrändern, auf Verkehrsinseln, in Parkanlagen und Ruderalflächen auf nährstoffreichen und stark verdichteten Böden zu finden. Häufig handelt es sich in diesem Fall um den Stadtchampignon. Der Hut des Stadtchampignons ist jung halbkugelig, später gewölbt ausgebreitet mit abgeflachter Hutmitte. Dieser Hut ist selten ganz aufgeschirmt, sehr kräftig und kompakt. Die Huthaut ist schmutzig-weiß bis hellbräunlich und wird im Alter auch gelblich, sie ist radialfaserig und oft feinschuppig aufreißend. Der Hutrand ist weit eingerollt und überragt die Lamellen. Die Lamellen sind frei, jung fleischrosa, später violett-braun bis schokoladenbraun, relativ schmal im Vergleich zum dicken Hutfleisch und stehen sehr gedrängt. Das Sporenpulver ist schokoladenbraun.  Der Stiel ist mit 4-6 cm Länge und 1.5-2.5 cm Durchmesser relativ kurz, zylindrisch und nach unten hin zugespitzt, weiß bis hell graubraun. Das besondere Merkmal dieses Champignons ist der doppelte Ring. Der obere Ring ist nach unten hin abziehbar, der zweite Ring, nahe der Stielbasis ist ebenfalls nach unten abziehbar. Das Fleisch ist weiß, bei Verletzung leicht rötend, sehr dick und fest, der Geruch ist angenehm kräftig pilzartig und eventuell auch mit fruchtiger Komponente. Der hervorragende Geschmack ist mild und nussartig. Doch leider ist diese schmackhafte Delikatesse sehr hoch mit Schadstoffen z. B. Schwermetallen und anderen Umweltgiften belastet. Deshalb muss man genau überlegen, ob man diesen Pilz verspeisen will, da seine Standorte meist sehr hoch belastet sind. Der Stadtchampignon kann auch Teerdecken und Mauern durchbrechen. Er ist ein sehr wärmeliebender Pilz und wird in südlichen Ländern als Zuchtpilz angebaut. Der Stadtchampignon enthält wie alle anderen Champignonarten die Mineralien Calcium; Kalium, Magnesium und Phosphor und die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Mangan und Zink, außerdem wertvolle ungesättigte Fettsäuren und fast alle B-Vitamine. Ebenso die Vitamin C, D, und E und Agaritin. Der Stadtchampignon ist der einzige heimische Egerling mit zwei deutlichen Ringen und ist somit leicht zu erkennen. Wulstlinge haben eine Scheide, diese wäre eventuell mit dem zweiten Ring zu verwechseln. Allerdings haben Champignons im Jugendstadium rosa Lamellen, die sich im Laufe des Alters von violettbraun nach schokoladenbraun verfärben. Knollenblätterpilze haben weiße Lamellen und die anderen Wulstlingsarten weiße bis cremeweiße Lamellen, niemals rosa oder braun gefärbte Lamellen.
Sollte es beim Bestimmen von Pilzen zu Problemen kommen, helfen ihnen die Mitglieder der Pilzgruppe Dingolfing-Landau des Bund Naturschutz Tel. 09951/601318 gerne weiter.