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    Naturschutz unter Druck

    Aktueller hätte das Thema des Redebeitrags des Landesvorsitzenden Geilhufe auf der Jahreshauptversammlung in Rottersdorf nicht gewählt werden können. Auf allen politischen Ebenen werden in diesen Wochen Errungenschaften des Umwelt- und Naturschutzpolitik geschleift bzw. in ihr Gegenteil verkehrt

    26.06.2026

    Nicht nur Trump wirft, überall wo er kann, den Umwelt- und Naturschutz um Jahrzehnte zurück. Auch auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene wird derzeit systematisch gegen die dringenden Notwendigkeiten des Natur- und Umweltschutzes gearbeitet. Besonders kritisch ist hierbei die Diskrepanz zwischen der wissenschaftlich belegten Dringlichkeit – etwa bei der Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel oder dem Ausbau erneuerbarer Energien – und den politischen Entscheidungen, die kurzfristige Interessen über langfristige Lebensgrundlagen stellen.

    Systematische Schwächung von Schutzmechanismen

    Die Einschränkung von Klagerechten für Umweltverbände sowie die Ersetzung ökologischer Ausgleichsmaßnahmen durch Geldzahlungen sind alarmierende Signale. Hier geht es nicht um „Bürokratieabbau“, sondern um eine bewusste Entmachtung der zivilgesellschaftlichen Kontrolle und eine Entkopplung von baulichen Eingriffen und ihrer ökologischen Verantwortung. Wenn Naturschutz käuflich oder rechtlich unmöglich wird, verlieren wir die letzten Sicherungen gegen die weitere Zerstörung unserer Ökosysteme.

    Blockaden im Energiewende-Prozess

    Dass auf Bundesebene der Ausbau erneuerbarer Energien durch Ministerien blockiert wird, ist nicht nur ein ökologisches Versagen, sondern auch ein ökonomisches Risiko. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Transformationsphase; wer diese durch politische Unentschlossenheit gefährdet, verbaut den Unternehmen die Chance auf eine wettbewerbsfähige, grüne Zukunft und setzt die Klimaziele aufs Spiel.

    Rückschritte im Artenschutz und Waldmanagement

    Die Situation in Bayern zeigt beispielhaft, wie punktuelle Probleme (wie beim Fischotter in der Oberpfalz) für pauschale Verschlechterungen auf Landesebene genutzt werden. Gleichzeitig behindert ein veraltetes Jagdrecht die notwendige Klimaanpassung unserer Wälder. Es wird deutlich, dass hier ideologische Muster über biologische Notwendigkeiten gestellt werden.

    Naturschutz auf der Gewinnerseite

    Die Prognose der Naturschutzverbände haben sich leider immer wieder bestätigt. Sehr oft gewinnen wir vor Gericht, weil die Wissenschaft und die Verfassung uns stützt. Die drastische Klimaverschlechterung, die wir gerade mit einer grassierenden Dürre leider erleben müssen, gibt uns genauso recht. Deshalb heißt es sich nicht kleinkriegen zu lassen. Und dabei habe er, so Geilhufe, bei der Kreisgruppe Dingolfing Landau keinerlei Zweifel.