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    Franz Meindl erhält die Bayerische Umweltmedaille

    Hier die Laudation des Landesvorsitzenden Martin Geilhufe

    Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Franz Meindl, heute ehren wir einen Menschen, dessen Einsatz für den Naturschutz und den BN über viele Jahre hinweg außergewöhnlich war. Eine Medaille zu verleihen bedeutet immer auch, Dank und Anerkennung sichtbar zu machen — und genau das tun wir heute für dich, lieber Franz. Du hast mit deinem langjährigen Engagement, deiner Verlässlichkeit und deinem großen persönlichen Einsatz Spuren hinterlassen, die weit über einzelne Aufgaben und Funktionen hinausreichen. Du bist über Jahrzehnte hinweg für den Natur- und Artenschutz, für die Ortsgruppe, für die Kreisgruppe und für unsere gemeinsame Sache eingestanden. Seit 1985 bist du in der BN Ortsgruppe Landau in verschiedenen Ämtern tätig. Von 1987 bis 1991 und dann wieder ab 2015 hast du als 1. Vorsitzender Verantwortung übernommen. Zusätzlich warst Du in der Kreisgruppe als Beisitzer aktiv. Hinzu kommt dein Engagement als Vorstandsmitglied im Landschaftspflegeverband, wo du den Natur- und Umweltschutz vertrittst. Deine langjährige und vielfältige ehrenamtliche Arbeit zeigt eindrucksvoll, wie zentral Verlässlichkeit und persönlicher Einsatz für den dauerhaften Naturschutz ist. Doch wer dich kennt, weiß: Dein Wirken lässt sich nicht allein in Ämtern und Funktionen beschreiben. Was dich auszeichnet, ist nicht nur, was du getan hast, sondern auch, wie du es getan hast. Mit Sachverstand. Mit Ausdauer. Und mit einer Haltung, die nie auf das eigene Ansehen gerichtet war, sondern immer auf die Sache selbst. Ein besonderer Ausdruck dieses Engagements ist auch deine fachliche Kompetenz: Du bist Pilzsachverständiger und Pilzberater der DGFM. Du vermittelst Kenntnisse, schaffst Verständnis für ökologische Zusammenhänge und stärkst die Verbindung zwischen Naturerleben und Naturschutz. Wie breit und tief dein Einsatz ist, zeigt auch die Broschüre 40 Jahre Ortsgruppe Landau (1984–2024), die du gemeinsam mit deiner Frau erstellt hast. Auf mehr als 40 Seiten ist dort nicht nur ein Rückblick auf die Geschichte der Ortsgruppe festgehalten, sondern auch ein eindrucksvolles Zeugnis deines Wirkens. Eine solche Dokumentation entsteht nicht nebenbei. Sie ist Ausdruck von Verbundenheit, von historischem Bewusstsein und von dem Wunsch, das Geleistete sichtbar zu machen — als Erinnerung und als Motivation für andere. Ein Herzensanliegen von dir ist seit vielen Jahren der Schutz der Wiesenbrüter. Gerade daran wird besonders deutlich, was dein Engagement so wertvoll macht: Du begnügst dich nicht damit, Probleme zu benennen. Du suchst nach Lösungen. Mit verschiedenen Vorschlägen zum Kiebitzschutz hast du neue Ansätze zum Erhalt der lokalen Population angestoßen. Solch ehrenamtliches Handeln ist weit mehr als Unterstützung im Hintergrund; es setzt konkrete Impulse für den Arten- und Lebensraumschutz und kann ganze Schutzvorhaben prägen. Auch für die Ankaufsfläche der Kreisgruppe im Wallersdorfer Moos warst und bist du der Kümmerer — ein schönes deutsches Wort, das bei dir besonders treffend ist. Denn „Kümmerer“ bedeutet: jemand, der nicht locker lässt, der hinschaut, der dranbleibt, der Verantwortung nicht abgibt, wenn es mühsam wird. Genauso kennen wir dich. Jemand muss sich kümmern — und bei dir konnte man sich immer darauf verlassen, dass du es tust. Von großer Bedeutung war dabei auch deine Initiative für das BayernNetzNatur-Projekt „Kiebitz und Brachvogel im Wallersdorfer Moos“, die Dein Engagement für den Kiebitz und für das Moos miteinander verbinden. Solche Projekte entstehen nicht von selbst. Sie brauchen Menschen mit Ideen, mit Fachkenntnis, mit Überzeugungskraft und mit langem Atem. Lieber Franz, du warst und bist ein solcher Mensch. Du hast nicht nur begleitet, du hast angestoßen. Du hast nicht nur verwaltet, du hast gestaltet. Hinzu kommt dein Einsatz im Flurbereinigungsverfahren, in dem du den BN vertrittst. Gerade dort zeigt sich, wie wichtig Menschen wie du für den Naturschutz sind: Menschen, die nicht nur idealistisch denken, sondern sich auch in komplexe Verfahren einarbeiten, Positionen sachlich vertreten und dafür sorgen, dass die Stimme des Naturschutzes Gehör findet. Und wie Franz Peterhans führst auch du regelmäßig Exkursionen durch. Auch das ist alles andere als nebensächlich. Denn Naturschutz lebt nicht nur von Gremienarbeit, von Stellungnahmen und Projekten. Naturschutz lebt auch davon, Menschen hinaus in die Landschaft zu führen, Wissen weiterzugeben, Begeisterung zu wecken und einen Blick für das Wertvolle zu öffnen. Wer Exkursionen leitet, vermittelt nicht nur Informationen — er vermittelt Haltung. Auch das hast du über viele Jahre geleistet. Lieber Franz, wenn man auf dieses beeindruckende Engagement blickt, dann wird eines sehr deutlich: Du hast die Ortsgruppe Landau und die Arbeit für den Naturschutz in der Region über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt. Und du hast das in einer Weise getan, die nicht laut, aber wirkungsvoll ist; nicht aufdringlich, aber prägend; nicht selbstbezogen, sondern dem Gemeinwohl verpflichtet. Gerade solche Menschen tragen den BN. Gerade solche Menschen geben dem Ehrenamt seine Glaubwürdigkeit und seine Kraft. Für all das sagen wir dir heute von Herzen Danke. Danke für deine Zeit. Danke für deine Ideen. Danke für deine Ausdauer.

    Rottersdorf, 2.7.2026

    Franz Peterhans erhält die Bayerische Umweltmedaille

    Hier die Laudatio des Landesvorsitzenden Michael Geilhufe


    Sehr geehrte Damen und Herren, und vor allem: lieber Franz Peterhans, es gibt Menschen, die ein Ehrenamt ausüben. Und es gibt Menschen, die über Jahrzehnte hinweg einem Ehrenamt Haltung, Richtung und Seele geben. Lieber Franz, Du gehörst ohne Zweifel zu diesem ganz besonderen Kreis. Heute ehren wir Dich mit der Naturschutzmedaille für Dein Lebenswerk, das weit über das gewöhnliche Maß ehrenamtlichen Engagements hinausgeht. Seit der Gründung der BN Ortsgruppe Eichendorf im Jahr 1988 bist Du Mitglied im Ortsvorstand und hast damit über mehr als dreieinhalb Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernommen – verlässlich, uneigennützig und mit bewundernswerter Ausdauer. In dieser langen Zeit hast du nicht nur ein Amt bekleidet, sondern den Verein in ganz unterschiedlichen Funktionen mitgetragen und geprägt: von 1988 bis 2001 als 1. Vorsitzender, von 2001 bis 2009 als Beisitzer und seit 2009 bis heute als Kassenwart. Diese beeindruckende Kontinuität ist alles andere als selbstverständlich. Du hast Dich nie in den Vordergrund gedrängt, sondern immer dort Verantwortung übernommen, wo sie gebraucht wurde. Du warst Vorsitzender, Beisitzer, Kassier – aber vor allem warst und bist du ein Mensch, auf den man sich verlassen kann. Einer, der nicht fragt, ob etwas bequem ist, sondern ob es richtig und notwendig ist. Mit deinem Namen verbindet sich in besonderer Weise das Wiesenbrüterprojekt zwischen Hütt und Einstorf. Dieses Projekt zu initiieren und es über Jahrzehnte hinweg bis zum heutigen Tag zu betreuen, ist eine außergewöhnliche Leistung. Das 1990 von der BN Ortsgruppe ins Leben gerufene Wiesenprojekt verfolgte das Ziel, standortheimische und artenreiche Wiesen zu bewahren, zu optimieren und neu zu schaffen; im Lauf der Jahre weitete es sich vom Wiesenbrüterlebensraum im Vilstal auf weitere Landschaftsräume des Marktes Eichendorf aus. Doch ein Projekt dieser Größenordnung entsteht nicht durch gute Absichten allein. Es braucht Wissen, Hartnäckigkeit, Überzeugungskraft und einen langen Atem. Du hast Konzepte erstellt, Flächen durch Kauf oder Pacht gesichert, mit Landwirten Nutzungen abgestimmt, Verbesserungen der Flächen durch Seigen und Grabenaufweitungen angestoßen und dafür gesorgt, dass autochthones Saatgut auf geeigneten Spenderflächen gewonnen werden konnte. Dass auf den Vilswiesen wieder Brutpaare des Großen Brachvogels brüten, ist deshalb nicht nur eine schöne Nachricht, sondern ein starkes Zeichen dafür, was beharrliche Naturschutzarbeit bewirken kann. Lieber Franz, solche Erfolge fallen nicht vom Himmel. Sie sind das Ergebnis unzähliger Gespräche, Planungen, Ortstermine, Abstimmungen und Entscheidungen. Sie sind das Ergebnis eines Menschen, der Landschaft nicht nur betrachtet, sondern Verantwortung für sie übernimmt. Eines Menschen, der Heimat nicht als Besitz versteht, sondern als Auftrag. Dein Engagement ging und geht dabei weit über dieses eine große Projekt hinaus. Zu deinen herausragenden Verdiensten zählen auch die Anlage von Streuobstwiesen, die Sicherung der Biotopflächen am Weisberg sowie die Anlage von zwei naturnahen Hochwasserrückhalteflächen in Dornach und Voglau. Ebenso wichtig ist dein Blick über die Grenzen einzelner Maßnahmen hinaus. Gemeinsam mit Franz Meindl hast du ein Projekt zur Bewahrung der Schöpfung auf Kirchengrundstücken initiiert. Darin zeigt sich etwas, das dein Wirken insgesamt auszeichnet: Du denkst Naturschutz nicht isoliert, sondern als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Du suchst Zusammenarbeit statt Abgrenzung, Verbündete statt Schlagzeilen und tragfähige Lösungen statt kurzer Aufmerksamkeit. Und noch etwas gehört heute unbedingt gesagt: Dein Einsatz erschöpfte sich nie in praktischer Arbeit allein. Du hast regelmäßig Exkursionen geführt, Vorträge gehalten und dich im Ferienprogramm der Marktgemeinde Eichendorf engagiert. Damit hast du nicht nur Flächen entwickelt, sondern auch Menschen erreicht. Du hast Wissen weitergegeben, Begeisterung geweckt und bei vielen das Verständnis dafür vertieft, wie kostbar und schützenswert unsere Natur ist. Gerade darin liegt eine weitere große Leistung deines Wirkens: Du hast nicht nur für die Natur gearbeitet, sondern auch für das Bewusstsein der Menschen. Wer mit dir unterwegs war, wer dir zugehört hat oder ein Projekt mit dir besprochen hat, konnte spüren, dass Naturschutz für dich keine abstrakte Idee ist. Er ist gelebte Verantwortung – sachkundig, glaubwürdig und tief verwurzelt. Lieber Franz, für deine Treue zur Ortsgruppe seit ihrer Gründung, für deine Bereitschaft, immer wieder Verantwortung zu übernehmen, für deinen unschätzbaren Beitrag zum Schutz der Wiesenbrüter und der Artenvielfalt, für deine Beharrlichkeit und deine Fachkenntnis - für all das danken wir dir heute von Herzen. Die Verleihung der Naturschutzmedaille ist Ausdruck unserer Anerkennung. Sie ist ein Zeichen des Dankes für das, was du geleistet hast. Und sie ist zugleich ein Zeichen des Respekts vor einem Menschen, der über Jahrzehnte hinweg gezeigt hat, was ehrenamtliches Engagement im besten Sinn bedeuten kann. Lieber Franz, im Namen aller Anwesenden: herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung – und vor allem: danke.
    Rottersdorf, 2.7.2026

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