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    Pflanzenvielfalt soll zurück kommem

    Pilsting: Zwischen Weihern und Schanz am Längenmühlbach liegt eines der letzten intakten Niedermoore in unserem Landkreis. Hier wackelt der Boden, wenn man darauf stampft. Früher wurden diese Feuchtwiesen extensiv genutzt. Mit dem Verschwinden kleiner, viehhaltender Höfe wurde die Bewirtschaftung dieser Feuchtwiesen aufgegeben. Sie verbuschten und verschilften, die Artenvielfalt nahm ab.

    12.06.2026

    Pilsting: Zwischen Weihern und Schanz am Längenmühlbach liegt eines der letzten intakten Niedermoore in unserem Landkreis. Hier wackelt der Boden, wenn man darauf stampft. Früher wurden diese Feuchtwiesen extensiv landwirtschaftlich genutzt. Sie wurden gemäht und mit Stallmist gedüngt. Es wuchs eine hohe Vielfalt seltener Sumpfpflanzen auf den Flächen. Kiebitz, Brachvogel und andere Feuchtwiesenvögel brüteten darauf. Mit dem Verschwinden kleiner, viehhaltender Höfe wurde die Bewirtschaftung dieser Feuchtwiesen aufgegeben. Sie verbuschten und verschilften, die Artenvielfalt nahm ab. Vor 14 Jahren kaufte der Bund Naturschutz eine der verbrachten Flächen, entbuschte und entschilfte sie gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband. Vom Grundstücksnachbar Holzmeier wird sie seitdem über staatliche Fördermittel naturschonend bewirtschaftet. Die Vielfalt an Wildkräutern verringerte sich jedoch durch dielange Brachezeit. Durch Nachpflanzen der Pflanzenarten, die es früher auf der Fläche gab, wurde jetzt im Rahmen des Projekts WiesenReiche der Natur geholfen. Aus Wildsamen, die aus dem Königsauer Moos stammen, hat die Stadtgärtnerei Straubing Sibirische Schwertlilie, Kantenlauch, Duftlauch, Wiesenknopf und Prachtnelke angezogen. Jetzt wurden diese Pflanzen an ihren endgültigen Standort in der BN-Wiese zwischen Weihern und Schanz unter Anleitung der Projektleiterin des Landschaftspflegeverbandes Jessica Rossow gepflanzt. Erst wurden die Pflanzlöcher mit dem Spaten ausgehoben, dann die Pflanzen mit lockerer Erde eingepflanzt und zum Schluss mit Wasser aus dem nahen Graben eingegossen. Als freiwillige Helfer waren zusätzlich zu den Bund Naturschutz Leuten auch fünf Beamte und Angestellte der Höheren Naturschutzbehörde Landshut dabei und zwar nicht dienstlich, sondern in ihrer Freizeit. Die Pflanzaktion sei für sie eine willkommene Gelegenheit, Naturschutz nicht nur am Schreibtisch, sondern auch in der Praxis zu machen. Dank der vielen Hände waren die Arbeiten nach 2 Stunden fertig. Bei einer gemütlichen Brotzeit mit selbst gekeltertem Most, Holunderlimo, Geräuchertem, Käse und selbst gebackenem Bauernbrot im Schatten von Erlen fand die Aktion einen gemütlichen Abschluss.