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Artenhilfsprojekt Beckerglocke

Wallersdorf: 120 Pflanzen der seltenen Becherglockenblume haben freiwillige Helfer des Landschaftspflegeverbandes und des Bund Naturschutz kürzlich auf einer Naturschutzfläche im Wallersdorfer Moos ausgepflanzt.

30.03.2022

120 Pflanzen der seltenen Becherglockenblume haben freiwillige Helfer des Landschaftspflegeverbandes und des Bund Naturschutz kürzlich auf einer Naturschutzfläche im Wallersdorfer Moos ausgepflanzt. Zum Schutz gegen Reh- und Hasenverbiss wurden die jungen Pflänzchen mit Einzelschutz Hüllen umgeben. Angezogen hat die Pflanzen die Stadtgärtnerei Straubing aus Samen der im Gebiet noch vereinzelt vorkommenden Wildbestände.  Durch die Nachzucht und Anpflanzung wird dem Aussterben dieser Botanischen Seltenheit entgegengewirkt. In ganz Mittel- und Südosteuropa kommt die Becherglocke außer bei uns nur sehr zerstreut an wenigen Stellen in unseren Nachbarländern vor.  Das Hauptareal befindet sich in Russland zwischen der Ukraine und Westsibirien. Die Becherglocke, auch Schellenblume genannt, ist eine Waldsteppenpflanze und zählt zu den absoluten Raritäten unseres Landkreises. Sie hat den Rote Liste Status 1, was vom Aussterben bedroht bedeutet. Wegen ihrer Seltenheit kümmern sich die Naturschutzbehörden und der Landschaftspflegeverband ganz besonders um die Art. Seit Jahren betreut der vom Landesamt für Umweltschutz beauftragte Botaniker Martin Scheuerer aus Nittendorf die Pflanzen bei uns im Landkreis.. Aber dass es die Blume bei uns überhaupt noch gibt ist vor allem den Waldbesitzern zu verdanken. Durch die extensive Bewirtschaftung ihrer Grundstücke hatte die Becherglocke eine Chance zu überleben.  Seit Jahren ist auch der Bund Naturschutz im Landkreis in Sachen Becherglockenschutz aktiv. Er hat schon mehrere Grundstücke in der Erlau zwischen Landau und Wallersdorf erworben, speziell für diese seltene Pflanze. Botanisch heißt sie Adenophora lilliifolia. Obwohl sie die stattliche Höhe von 1,5 m erreicht ist sie eher eine unauffällige Erscheinung. Das liegt zum Einen an ihren wenig auffällig bäulich-weiß gefärbten Blütenrispen und zum anderen an Ihrem Standort. Am wohlsten fühlt sich die Pflanze etwas geschützt zwischen anderen Hochstauden unter lichtem Buschwerk oder am Randbereich von Laubwäldern. In Deutschland tritt Adenophora liliifolia nur an der unteren Isar auf, und zwar in den Laubwäldern der Erlau zwischen Landau und Wallersdorf und an der Isarmündung, so steht es in der Fachliteratur. Das Vorkommen bei Landau oder besser Wallersdorf wurde erstmals im Jahr 1950 von dem Botaniker Josef Ludwig Lutz beschrie