Beinahe neue Tier-Katastrophe auf der Großbaustelle Hietzinger Wiesen

Pilsting: Die Probleme auf der Großbaustelle Hietzinger Wiesen an der Autobahnkreuzung A92-B20 reißen nicht ab. Letzte Woche verendeten bei einer Weiherverfüllung hunderte von Fischen. 4 Tage später, in der Nacht von Christi Himmelfahrt zum Freitag kam es beinahe zur nächsten Öko-Katastrophe.

17.06.2017

Pilsting: Die Probleme auf der Großbaustelle Hietzinger Wiesen an der Autobahnkreuzung A92-B20 reißen nicht ab. Letzte Woche verendeten bei einer Weiherverfüllung hunderte von Fischen. 4 Tage später, in der Nacht von Christi Himmelfahrt zum Freitag kam es beinahe zur nächsten Öko-Katastrophe. Aufgrund des einsetzenden Regens in der Nacht verließen Tausende Frösche, die ihr Kaulquappenstadium beendet hatten, ihren Geburtsteich.  Bemerkt wurde es am frühen Morgen von Daniela Blankenburg, die mit dem Hund unterwegs war. Überall wo man hintrat kleine Grasfrösche aber in solchen Mengen, dass man kaum noch gehen konnte ohne welche zu zertreten so ihre Aussage. Währenddessen fuhren schon Baumaschinen hin und her, die von dem Froschregen keine Kenntnis nahmen. Angesichts der drohenden Gefahr für die geschützten Amphibien musste schnell gehandelt werden. Als Sofortmaßnahme wurden Helfer mit Eimern organisiert, die die kleinen Hüpferlinge einsammelten und so vor dem sicheren Tod bewahrten. Inzwischen waren auch Herr Able von der VR-Immobilien, die ökologische Bauleitung und Franz Meindl vom Bund Naturschutz informiert. Die Ursache für die Katastrophe war schnell gefunden. Es fehlte ein Froschzaun, der den Tieren den Zugang zur Baustelle versperrt hätte. Die Hüpferlinge wanderten so in die Baustelle hinein, wo der sichere Tod auf sie wartete. Um die Tiere auf den richtigen Weg zu bringen musste umgehend ein Amphibienzaun um das Laichgewässer errichtet werden.  Das gestaltete sich allerdings nicht ganz einfach, da es inzwischen Freitag Mittag war und noch dazu ein Brückentag, an dem viele Urlaub hatten. Schließlich gelang es trotzdem den Zaun noch auf zu bauen, so dass das drohende Massensterben der Frösche erst einmal verhindert wurde. Ob die Frösche in dem Gebiet allerdings langfristig überleben werden, sei sehr fraglich so Franz Meindl vom Bund Naturschutz. Zwischen Lkw s, Asphaltstraßen, Pflasterflächen und Industriehallen erwarte sie jedenfalls keine schöne Zukunft. Schlussendlich wird wieder ein Naturlebensraum zerstört, aus der Natur wieder ein Stück herausgerissen. Angesichts mehrerer bereits aufgetretener Mängel bei den Naturschutzauflagen attestiert der Bund Naturschutz den Verantwortlichen bei der Baustelle Hietzinger Wiesen einen miserablen Umgang mit der Natur.