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    Biotope für seltene Pflanzen und Tiere geschaffen

    Im September ´22 waren Bagger und LKWs im Haidlfinger Moos, im Moosfürther Moos und in den Bärnschädelwiesen bei Ganacker unterwegs. Und das ganz im Sinne des Naturschutzes

    11.09.2022

    Biotope für seltene Tiere und Pflanzen geschaffen

     

    Bildunterschrift: Michael Stadler vom Landschaftspflegeverband, Naturschutzwächter Franz Meindl vom BN und Baggerfahrer Thom Schütz im neuen BiotopNaturschutzbehörde und Landschaftspflegeverband waren letzte Woche mit Bagger und LKWs im Haidlfinger Moos, im Moosfürther Moos und in den Bärnschädelwiesen bei Ganacker unterwegs. Im Haidlfingermoos, südlich des Laubwaldgebietes Erlau gibt es eine botanisch sehr wertvolle Magerwiese, auf der noch seltene Wildpflanzen wie Küchenschelle, Helmknabenkraut, Pyramidenorchis, Heidenelke und Kreuzenzian wachsen. Es handelt sich um eine Ausgleichsfläche des Marktes Wallersdorf.  Ausschlaggebend, dass diese seltenen Arten dort wachsen, ist der Flusssand im Boden, der hier als Linse an die Oberfläche tritt. Vor mehreren Jahrzehnten wurde auf diesen sandigen Untergrund teilweise Humus zur Bodenverbesserung aufgebracht mit zweifelhaftem Erfolg. Das Gras wuchs jetzt prächtig, Enziane und Orchideen verschwanden aber. Um dies rückgängig zu machen und die verbliebene Magerfläche wieder zu vergrößern wurde dieser Humus jetzt mit dem Bagger abgezogen und auf Deponie gefahren. Damit habe die seltenen Pflanzen vom Nachbarstandort die Möglichkeit sich wieder aus zu breiten. Zur Beschleunigung der Ausbreitung werden in den nächsten Tagen Samen der seltenen Pflanzen von der Bestandsfläche auf die Neuschaffungsfläche übertragen. Ausgeführt wird diese Arbeit von der Bund Naturschutz Gruppe Landau in Zusammenarbeit mit dem Bewirtschafter Heinrich Lammer. Weitere Biotope in Form von Bodenmulden wurden letzte Woche im Wiesenbrütergebiet südlich von Moosfürth und in den Bärnschädelwiesen südlich von Ganacker geschaffen. Davon werden heuer noch viele Zugvögel und nächstes Jahr die bei uns brütenden Wiesenvögel wie Kiebitz, Brachvogel, Feldlerche und Kiebitz sowie Heuschrecken, Amphibien und Libellen profitierten. Gefördert werden die Maßnahmen über die Regierung von Niederbayern.