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Ein Herz für Schwalben

Landschaftspflegeverband, Bauernverband, Landesbund für Vogelschutz und Bund Naturschutzstarteten im Frühling ein gemeinsames Schwalbenprojekt. Es heißt: "Ein Herz für Schwalben".Haus und Hofeigentümer mit Schwalbennestern wurden aufgerufen, ihre Schwalben bzw. Schwalbennester zu melden.

02.07.2021

Als Dank fürs Mitmachen und als Anerkennung erhalten die Schwalbenmelder eine Schwalbenplakette zum Anbringen an der Fassade oder am Zaun. Die Bund Naturschutz Ortsgruppe Landau überreichte an die Familie Able in Jungholzen bei Oberhöcking symbolisch für alle 121 teilnehmenden Hofbesitzer, Werkstätten und Privatpersonen die erste Plakette. Nach und nach erhalten alle Teilnehmer dieses Markenzeichen. Die Plakette entwarf zweiter Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Landau Werner Glück. Die Resonanz war überwältigend.75 Meldungen kamen aus dem Landkreis Dingolfing-Landau und 46 aus den Landkreisen Rottal-Inn, Straubing-Bogen, Freyung-Grafenau, Regensburg, Deggendorf, Landshut, Regen, Passau, Neumarkt/Opf., Amberg-Sulzbach und sogar aus Unterfranken. Der Aktionszeitraum warvom 15. Januar bis 16. Juni. Die Nestanzahl der Schwalben der 121 gemeldeten Teilnehmer liegt bei 1103 Nestern für Rauchschwalben und 809 für Mehlschwalben. Bei der Familie Able in Jungholzen leben 30 Schwalbenpaare. Zur Übergabe der Schwalbenplakette begrüßte BN-Vorsitzender der Ortsgruppe Landau Franz Meindl als Initiator und Ideengeber die Familie Able, BBV-Kreisobmann Friedhelm Dickow, Sparkassendirektor Robert Elsberger, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes JochenSpäth, BN-Kreisvorsitzenden Alois Aigner sowie Gisela Meindl und Rosi Nebauer, welche die Anrufe der Schwalbenmelder entgegennahmen und den Hofbesitzern Besuche abstatteten. „Unser Ziel war es, mehr über die Schwalben im Landkreis zu erfahren“, so Franz Meindl, der betonte, die Schwalben wieder mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung zurückzubringen. Schwalbendulder zu sein, sei nicht selbstverständlich, wusste der BN-Vorsitzende, gerade aufgrund der hohen Hygienevorschriften im Stall. Gisela Meindl berichtete über die Anrufe, die schöne Schwalbengeschichten beinhalteten, aber auch die Sorgen und Ängste der Landwirtschaft zum Vorschein brachten. Unter den Teilnehmern sind neben den Landwirten auch Werkstattbesitzer, ein BBV-Obmann und ein Bürgermeister. „Jeder erzählte seine eigene Schwalbengeschichte“, so Gisela Meindl. Fakt war aber, die Teilnehmer kümmern sich um die Schwalben, auch wenn Vogelkot oft zu Verunreinigungen führt. "Die Schwalbenkümmerer haben aber auch vielfältige Ideen, dieses Problem zu umgehen. Insgesamt herrscht eeine große Gesprächsbereitschaft, so Gisela Meindl. BBV-Kreisobmann Friedhelm Dickow bestätigte, dass vieles den politischen Entscheidungen geschuldet sei. „Viele sehen eine schlechte Zukunft in der Landwirtschaft“, so Dickow, der nach ernsten Themen seine Freude über das Schwalbenprojekt zum Ausdruck brachte, denn gerade in offenen Stallungen fühlen sich die Schwalben wohl. Um dem Projekt auch den nötigen Anschub zu geben und die Plaketten zu finanzieren, überreichte Sparkassendirektor Robert Elsberger an die Bund Naturschutzgruppe eine Spende in Höhe von 750 Euro. „Wir freuen uns,regionale Organisationen zu unterstützen“, so Elsberger. Jochen Späth, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes, beeindruckten die Schwalbenzahlen im Landkreis.Der Dank ging an Gisela Meindl. BN-Kreisvorsitzender Alois Aigner freute sich über die hohe Anzahl der Schwalbenkümmerer im Land-kreis. Danach führten Georg und Brigitte Able mit Neffen Maximilian über den Hof zur Besichti-gung der Schwalbennester