Nistkästen in der Geschäftsstelle - Ausstellung

Nistkasten-Ausstellung in der Geschäftsstelle

Eine große Auswahl individuell gefertigter Nistkästen kann in der Geschäftsstelle besichtigt werden. Die Nistkästen können auch käuflich erworben werden.

Wir haben in der Geschäftsstelle verschiedene Nistkästen für z.B. Star, Kohl –u. Blaumeisen, Baumläufer, Kleiber  und Halbhöhlen.

Außerdem kleine Insektenhotels, Federmauskasten und Eichhörnchen-Futterkästen.

Biberbetreuer helfen Biber bei Nahrungsbeschaffung

Dingolfinger Biberbetreuer am Teisbach

Die Bund Naturschutz Ortsgruppe Dingolfing hilft dem Biber bei der „Baumernte“.  Manchmal kommt es vor dass der Baum, den der Biber annagt und fällen will, nicht so umfällt dass er auch an die Rinde, seine Hauptnahrung im Winter, kommt.  Teilweise hängen die abgenagten Bäume in den Nachbarbäumen fest und können nicht ganz umfallen. Hier helfen die Naturschützer dann nach und legen den Baum „fraßgerecht“  um.  So versuchen die BN-Biberbetreuer andere Bäume zu schonen, da der Biber in diesen Situationen gleich den nächsten Baum annagt.  Diese Vorgehensweise hat sich bis jetzt bewährt und die dort lebende Biberfamilie nimmt das Angebot gerne an.  

Neues Tierhotel erntet viel Lob

Bürgermeister Hopfensperger, die Dorfbevölkerung und Mitarbeiter des Bund Naturschutz eröffneten in gemütlicher Runde das Tierhotel Oberdaching.

Oberdaching: Viel Lob von Bürgermeister und Dorfbevölkerung ernteten die Aktiven der Bund Naturschutz Ortgruppe Landau letzten Samstag Nachmittag in Oberdaching. Sie hatten in ca. 300 Ehrenamtsstunden den ausgedienten Transformatorturm der EON an der Straße von Großköllnbach nach Ottering zu einer Unterkunft für Wildtiere umgebaut. Innen wurden ein Zwischenboden eingezogen und  Nistgelegenheiten  für Eule, Turmfalke und Hangplätze für Fledermäuse installiert. Außen direkt unter dem Dach finden Mehlschwalben und Mauersegler Brutmöglichkeiten und hinter der neuen Verbretterung können Spaltenfledermäuse den Tag schlafend verbringen. 12 Nistkästen an der Außenfassade geben Meisen, Schnäpper, Rotschwanz, Bachstelze, Kleiber, Star und Sperlingen die Möglichkeit, ihre Jungen auf zu ziehen. Noch nicht fertig sind die Lebensräume für Wildbienen und Reptilien. Die Orstgruppe Moosthenning des Bund Naturschutz wird im Sockelbereich auf der Südseite noch Steine, Wurzelstöcke und Flusssand ausbringen. In so einem warmen, trockenen Lebensraum fühlen sich Eichechsen, Blindschleichen, Holzwespen, Erd- und Sandbienen besonders wohl. An der Südwand soll im nächsten Jahr zusammen mit der Grundschule noch eine große Wildbienenwand aufgebaut werden. Bürgermeister Hopfensperger lobte in seiner Ansprache das Projekt als gute Idee und sinnvolle Verwendung von ausgedienten Transformatortürmen allgemein. Sie können zur Stabilisierung des Naturhaushalts beitragen und den Erlebniswert unserer Landschaft erhöhen. Ausdrücklich stellte er die gute Zusammenarbeit des Marktes Pilsting mit dem Bund Naturschutz heraus. Bereits letztes Jahr war ein gemeinsames Projekt mit dem BN für die seltene Wechselkröte durchgeführt worden. Der Erfolg stellte sich schon heuer durch Wiederauftauchen dieser schönen Krötenart ein. Auch künftig möchte der Markt Pilsting auf das Fachwissen des BN zurückgreifen und gemeinsame Maßnahmen für die Natur durchführen. Franz Meindl erläuterte, dass das Tierhotel eine Mehrfachfunktion erfüllen solle. Es ist Lebensraum für Vögel und andere Wildtiere aber auch Schauobjekt und ein Natur-Bildungsprojekt. Es soll Beispiel dafür sein, was man am eigenen Haus für Wildtiere tun kann, und zum Nachahmen für andere Vereine anregen. Seine Vision sei, dass in unserem Landkreis viele Tierhotels entstehen, allerdings könne der BN das nicht alleine stemmen. Verbunden mit der Schaffung verschiedener Brut- und Lebensräume war auch eine gestalterische Verbesserung des Turmes. Eine Fassadengestaltung zu finden, die allen gefällt und zum Dorf passt, war für den Bund Naturschutz nicht ganz einfach. Da der Turm nicht weit von der Dorfkapelle weg ist, sollte er diese nicht in den Hintergrund stellen. Schließlich entschied man sich für eine nostalgische Gestaltung im Mittelalter-Stil in gedeckten Farben in Anlehnung an die nahe Burgruine Leonsberg. Schlussendlich kam dieses Konzept gut an, so dass die Oberdachinger nun stolz auf ihr schönes Tierhotel sind. Bei Glühmost, Kaffee, Kuchen, Bier und Brezen wurde nach den Erläuterungen des Wildvogelexperten Burkhard Werthmann das neue Tierhotel von allen zusammen in gemütlicher Runde seiner Bestimmung übergeben. Trotz viel ehrenamtlicher Arbeit, unendgeldlicher Überlassung des Trafos durch die EON und Spenden des Malerbetriebs Neu sind Kosten von rund 2000 €  entstanden. Zur Deckung der Kosten bittet die Bund Naturschutz Ortsgruppe Landau um Spenden auf ihr KontoNr. 427906 bei der Sparkasse Niederbayern Mitte, BLZ 74250000. Wer Name und Anschrift auf dem Überweisungsträger angibt, erhält eine Spendenquittung per Post.

Totholz im Garten.

Totholz bring viel Leben in den Garten. Pilze und destruierende Insekten bilden die Nahrungsgrundlage für Vögel und Kleinsäuger.
Die Bilder wurden im Garten von Bernhard Pellkofer aufgenommen.
 

Unsichtbarer Aufprallschutz für Vögel

Wie Vögel die Welt sehen!

Vögel können in ihrem natürlichen Umfeld Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen. Jedoch, die in der Natur nicht vorkommenden,  reflektierenden  Glasflächen stellen eine erhebliche Gefahr dar!

Jedes Jahr sterben Millionen von Vögeln durch die Kollision an Glas- oder reflektierenden Flächen. Auch diejenigen, die zuerst überleben, verenden später oft qualvoll an ihren inneren Verletzungen.

Betroffen von diesem millionenfachen Tod sind in Deutschland ca. 80 Arten. Die gängigen Schutzmaßnahmen wie das Bekleben der Glasflächen mit einer schwarzen Greifvogelsilhouette oder das Aufstellen von Attrappen sind dabei nahezu nutzlos. Zudem müssten nicht nur ein Vogelaufkleber, sondern sehr  viele - also in einer Art Schwarm angebracht werden (Rastereffekt), so dass der Vogel diese als Gefahr wahrnimmt. Die Folge wäre, dass Fensterscheiben nahezu vollständig beklebt  werden müssten!

Basierend auf dem „Spinnennetzeffekt“ haben Biologen eine nutzbringende Methode zum Aufprallschutz entwickelt. Bekannt ist, dass Vögel die Radspinnennetze umfliegen, denn im Gegensatz zum Menschen sind sie in der Lage, UV-Licht zu sehen. Da die Seide dieser Netze das UV-Licht reflektiert, können die Vögel das Hindernis wahrnehmen und umfliegen. Insekten hingegen, die Beutetiere der Spinnen, werden von den Reflektionen angelockt.

Vögel sehen UV-Licht als Farben, die sich mit anderen Wellenlängen zu Mischfarben kombinieren, und verfügen über eine viel größere und reichere Farbpalette!

Die Fähigkeit das Licht im UV-Bereich wahrzunehmen und der sogenannte „Spinnennetzeffekt“ bieten die Grundlage für wesentlich wirkungsvollere Maßnahmen im Bereich des Aufprallschutzes!

So lassen sich  für uns Menschen transparente Vogelsilhouetten („Birdsticker“), die das UV-Licht reflektieren, im Raster auf große Fensterflächen anbringen. Zudem können für uns unsichtbare Streifenmuster mit einem  „Birdpen“ auf kleinere Glasscheiben gemalt werden. Beide Varianten, also der „Birdpen“ und der „Birdsticker“, sind extrem einfach in Ihrer Handhabung und bieten einen wirkungsvollen Aufprallschutz! Nähere Infos in der BN-Geschäftsstelle, Pfarrplatz 5 in Dingolfing oder Tel. 08731/60981.

Hotel erhält neue Abteilung

Landau: Das Wildtierhotel Mohnblume des Bund Naturschutz im Frammeringer Moos wird immer reichhaltiger. Neben Vögeln, Fledermäusen, Säugetieren und Reptilien bekamen jetzt auch Wildbienen und andere Insekten Brut- und Verseckplätze. Auf der Südseite, da wo die Sonne möglichst den ganzen Tag hin scheint, wurde eine große Wildbienenwand installiert. Gebaut und befüllt wurden die Insektenquartiere im Bastelunterricht der Klasse 5b von Rudi Pritzl an der Landauer Mittelschule. Die Installation vor Ort erfolgte im Rahmen eines Unterrichtsganges. Teilweise wurden die vorbereiteten Kästen im Gelände unter fachkundiger Anleitung der Bund Naturschutzaktiven noch vervollständigt und ergänzt. Schilfhalme, Markstöckchen und andere lose Teile wurden noch mit Lehm fixiert und verklebt. Löcher wurden noch nachgebort und am Schluß bekam jeder Kasten eine Drahtgitterschutz. Ganz nebenbei erfuhren die Schüler dabei von Franz Meindl einiges über den Sinn und Nutzen der Wildbienenwand. Zum Schluss schrieben alle Schüler ihre Namen auf die Kästen und befestigten sie an der Südwand der ehemaligen Trafostation der Stadtwerke Landau.

Wildbienenwände sind ein wichtiger Beitrag für den Naturschutz. Wildbienen sind als Blütenbestäuber neben der Honigbiene sehr wichtig. Die BN Ortsgruppe wird demnächst noch eine Informationstafel anbringen.

Gerade als man beim Aufräumen war flog ein großer Greifvogel in das obere Stockwerk des Wildbienenhotels. Seit einiger Zeit wohnt offenbar ein Turmfalke im Wildtierhotel und niemand hat es bisher bemerkt. Zwei Tage später wurde tatsächlich beobachtet, dass eine Turmfalke am linken Einflugloch aus – und einfliegt. Die Bund Naturschutz rechnen damit, dass die Falken hier heuer erstmals brüten und freuen sich über diesen Erfolg.

Fliegende Edelsteine bekommen Brutmöglichkeit

Der Eisvogel zählt zu den attraktivsten Wildvogelarten in unserer Natur. Sein prächtiges Federkleid macht den etwa spatzengroßen Vogel unverwechselbar. Besonders die blau und türkis schillernden Rückenfedern erinnern dabei an einen Edelstein. Der Eisvogel benötigt täglich 15 bis 30 Gramm Nahrung. Er frisst vorwiegend Kleinfische von vier bis sieben Zentimetern Länge aber auch Insektenlarven,  kleine Frösche und Kaulquappen. Als Stoßtaucher benötigt er zum Jagen saubere Gewässer, in denen er seine Beute sehen kann. Die Wasserqualität des Längenmühlbaches ist offenbar dafür gut genug und deshalb kommt der Eisvogel hier vor. Zum Brüten benötigt er allerdings steile und hohe Uferabbrüche, die am Längenmühlbach fehlen. Die BN Ortsgruppe Landau errichtete daher eine künstliche Brutwand nach einem anderswo schon bewährten Bauplan. Die Anlage enthält zwei Brutröhren mit je einer Brutkammer für die Jungvögel. Die Zugangsröhren sind mit Sand gefüllt, denn der Eisvogel will sein Nest eigentlich selber graben. Die Wahrscheinlichkeit, daß dieser künstliche Brutplatz bald angenommen wird ist hoch, so Vogelexperte Burkhard Werthmann. Eisvögel brüten ab Ende März. Insofern wurde die Nisthilfe zum richtigen Zeitpunkt aufgestellt. Nach einer Brutzeit von 21 Tagen schlüpfen sechs bis sieben Junge, die nach 23 bis 27 Tagen Nestlingszeit ausfliegen. Zweitbruten sind die Regel, Drittbruten möglich. In Deutschland ist der Eisvogel Standvogel oder Teilzieher. Vor allem die Männchen harren auch im Winter bei uns aus und verlassen nur kurzfristig ihre Reviere bei Vereisung der Nahrungsgewässer. Spätestens im Februar haben sie diese aber wieder besetzt. Wegen der Territorialität des Eisvogels, der sein Revier auch außerhalb der Brutzeit strikt gegen Artgenossen verteidigt, erreicht er nur geringe Siedlungsdichten. Der Bestand in Deutschland wird derzeit auf etwa 5.600 bis 8.000 Brutpaare geschätzt. Probleme bekommen die Vögel bei besonders kalten Wintern, wenn ihre Nahrungsgewässer zufrieren. Dann bricht ihr Bestand oft bis auf wenige Individuen ein. Dieses Jahr dürften die Vögel in unserem Landkreis aber gut über den Winter gekommen sein. Eine Bitte noch an Interessierte: Bitte die Vögel nicht stören, nicht an die Brutwand klopfen oder den Kasten öffnen. Beobachten der Brutwand aus gebührender Entfernung mit dem Fernglas ist natürlich erlaubt. Für weitere Informationen bitte Burkhard Werthmann, Tel. 09953 1002 anrufen.

Streuobstwiese gepflegt

Dieses Jahr sind es 20 Jahre, seitdem die Bund Naturschutz Ortsgruppe Landau die Streuobstwiese auf einem Grundstück der Stadt am Zanklberg gepflanzt hat. Bei der Pflanzung wurde darauf geachtet, dass die Sorten besonderes robust und langlebig sind und wenig Pflege benötigen. Es sind alles alte Sorten, die es schon zu Zeiten unserer Urgroßeltern in unseren Gärten und an Feldrändern gab. Ganz ohne Pflege geht es aber auch bei diesen robusten Sorten nicht. Ein Obstbaum muss einfach anders behandelt werden als eine Weide, Eiche oder Linde. Das Wetter war am Samstag günstig was die BN-Aktiven nutzen, um die 60 Bäume auf der Streuobstwiese am Zanklberg zu schneiden. Ausgerüstet war man mit Leitern, Staffleien, Baumscheren und Sägen. Mit dem Hochentaster wurden zuerst ganze Äste aus den Baumkronen entfernt , um diese wieder lichter und luftiger zu machen. Die  Feinarbeiten ging man mit Baumschere und Handsäge an. Damit wurden kleinere Zweige und die Wassertriebe entfernt, so dass die Bäume jetzt wieder ein symmetrisches, lichtes Aussehen haben. Das Ausschneiden der Obstbäume ist wichtig, um ihre Fruchtbarkeit zu erhalten und sie vor dem vorzeitigen Zusammenbruch zu bewahren. Unbeschnittene Obstbäume mit zu weit ausladenden Ästen und Zweigen brechen oft unter der Last der Früchte auseinander und gehen damit auch für die daran lebenden Tiere verloren.

Neue Mauersegler Brutplätze

Durch Spenden finanzierte Mauersegler-Kästen wurden an der Straßenbrücke in Landau angebracht. Klicken Sie auf das Bild um mehr zu erfahren.

Die durch Spenden finanzierten Mauerseglerbrutplätze wurden aufgrund der schlechten Witterung bisher nicht bezogen. Mauersegler haben es im Moment sehr schwer überhaupt zu überleben. Wie Sie Mauerseglern helfen können erfahren Sie, wenn Sie auf das Bild klicken.