Die Kornweihe; ein seltener Wintergast im Wallersdorfer Moos.

Durch das Auftreten im Winter und die V-förmige

Landau: Durch die Schneeauflage haben es Greifvögel zwar bei uns zur Zeit nicht leicht Mäuse zu fangen, in Nordeuropa wären aber die Überlebenschancen noch schlechter. Deshalb kommen viele Greifvögel im Winter zu uns. Die Anzahl der Mäusebussarde ist zum Beispiel im Winter dadurch bei uns wesentlich höher als im Sommer. Manchmal sind auch sehr seltene Arten dabei. Im Wallersdorfer Moos kann man zur Zeit die Kornweihe beim Jagen beobachten. Sie ist von den Bussarden leicht an der V-förmigen Flügelstellung und dem gaukelnden Flug nur 2-3m über dem Gelände zu unterscheiden. Besonders beim Männchen ist auch die Gefiederfärbung ganz anders als bei Bussarden. Es ist sehr hell und hat auffallend schwarze Flügelspitzen. Verwechseln könnte man sie am leichtesten mit der Rohrweihe oder der Wiesenweihe. Beide Schwesterarten sind aber Zugvögel, die den Winter in Afrika verbringen.  Die Beutetiere, vor allem Wühlmäuse, überrascht die Kornweihe im Suchflug. Geschickt nutzen die Greife Deckungen aus und erscheinen überraschend. Ursprünglich waren Kornweihen in ganz Europa verbreitet. Durch Landschaftsintensivierung ist sie in Deutschland aber mittlerweile als Brutvogel fast ausgestorben. Nur auf den ostfriesischen Inseln gibt es noch etwa 40 Brutpaare. Anders als ihr Name vermuten lässt, brütet sie  nicht in Kornfeldern. Sie  bevorzugt offenes Gelände, Heide- und Dünenflächen, Moore und Sümpfe mit ausgedehnten Röhrichtbeständen. Das Wallersdorfer Moos ist neben dem Königsauer Moos das zweite Wiesenbrütergebiet unseres Landkreises im Isartal.  Allerdings ist auch hier bei wiesenbrütenden Vogelarten und insbesondere bei den Amphibien ein starker Rückgang in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen. Der Bund Naturschutz kauft hier verstärkt Flächen an, um sie der Natur zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der Spendenaktion Biotopkauf konnten letztes Jahr schon Grundstücke erworben werden. Für den Ankauf weiterer Flächen und die Anlage von Tümpeln und Mulden auf den bereits gekauften bittet der BN um weitere Spenden.   Das Spendenkonto der Bund Naturschutz Ortsgruppe hat die Nummer 427906 bei der Sparkasse. Als Verwendungszweck soll "Aktion Biotopkauf" angegeben werden zugesandt.