Stare im Winter - bis jetzt ungewöhnlich

Als sie beim Kochen nebenbei einen Blick auf die Vogel-Futterstelle im Garten warf,  marschierten da 2 schwarze Vögel mit weissen Tupfen zwischen den Spatzen und Finken herum. Fernglas und Fotoapparat liegen bei der Hobby-Ornithologin  immer in greifbarer Nähe und so waren die ungewöhnlichen Vagabunden schnell identifiziert und auf Bild festgehalten. Um diese Zeit Stare in Landau, das ist sehr ungewöhnlich.  Es ist allgemein bekannt, dass Stare Zugvögel sind und den Winter im Süden verbringen. Normalerweise rechnet man erst Ende Februar mit ihrer Rückkunft am Starenhäuschen. Offenbar sparen sich die Vögel aber vermehrt die strapaziöse Reise. Wegen der milden Temperaturen und dem immer späteren Winterbeginn finden sie auch bei uns genug Nahrung. Die sich hauptsächlich von Würmern, Insekten und Früchten ernährenden Stare, fressen im Winter Beeren und Samen .Ganz so sensationell ist die Beobachtung aber nun doch nicht. Vogelkundler stellen in den letzten Jahren vermehrt die Überwinterung von Staren in Süddeutschland fest. Ob es die in Bayern geborenen Vögel oder Zu zügler  aus Skandinavien sind, ist noch nicht restlos geklärt. Zu vermuten ist, dass es sich hier auch um eine Auswirkung des Klimawandels handelt. Wenn noch jemand Stare in den letzten Tagen beobachtet hat würde sich der Bund Naturschutz Tel 09953 601318 über einen Anruf freuen. Die Meldungen werden in die ornithologische Datensammlung aufgenommen.