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Die Espenrotkappe

Die Espenrotkappe (Leccinum aurantiacum ) ist ein ausgezeichneter Speisepilz. Der große, ergiebige Pilz besitzt festes Fleisch, das sich an Schnittstellen schnell rötet und sich schließlich schwarz verfärbt. Die Verfärbung zeigt sich auch beim Kochen und Braten, was aber keinen Einfluss auf das gute Aroma des Pilzes hat. Die Espenrotkappe reichert  - im Gegensatz zu etlichen anderen Pilzen - kaum radioaktives Cäsium (Cs 137) in ihrem Fruchtkörper an und weist deshalb nur sehr geringe Werte auf.

Wie alle Birkenpilze und Rotkappen gehört die Espenrotkappe zu den Raufußröhrlingen. Alle Raufußröhrlinge sind essbar, es gibt keinen ähnlich aussehenden Giftpilz. Der Stiel dieser Gattung ist rauschuppig. Bei der Espenrotkappe sind die Schuppen jung weiß und werden erst später rötlich braun. Der Hut, sechs bis 20 cm breit, ist meist leuchtend orangerot bis orangebraun. Die Espenrotkappe ist die häufigste Rotkappe im Gebiet und gehört zu den Mykorrhizapilzen. Ihr Baumpartner ist die Zitter-Pappel, die auch Espe genannt wird. Sie kommt ausschließlich bei dieser Baumart vor. Gute Standorte können eine große Anzahl dieser Pilzart hervorbringen. Nach dem Naturschutzgesetz dürfen aber nur kleine  Mengen für den Eigenbedarf  gesammelt werden. Junge, feste Pilze schmecken am besten und sind auch am bekömmlichsten. Alte Pilze  sind wichtig für die Erhaltung der Art und sollten im Wald bleiben. Sie sorgen durch die Verbreitung ihrer Sporen dafür, dass neue Pilz-Baum-Symbiosen gebildet werden können.Die Espenrotkappe wächst von Juni bis in den Oktober.
Wer sich bei seinem Schwammerlfund wegen der Essbarkeit nicht sicher ist, kann den Pilzsachverständigen Franz Meindl, Tel. 09951 601318 kontaktieren.