Der Fichtenzapfenrübling – ein kleiner aber feiner Speisepilz.

Jetzt im Vorfrühling, wenn erste warme Luftströme durch unsere Wälder streichen und den letzten Schnee auflecken, sprießt (Strobilurus esculentus) der Fichten-Zapfenrübling. Seinem Namen gibt er alle Ehre, denn er wächst ausschließlich  auf vermodernden Fichtenzapfen, die am Waldboden oder in der Nadelstreu l iegen.  Er verteidigt sein „Revier“ ausgesprochen gut gegen andere Pilzarten. Das bedeutet, dass neben dem Fichten-Zapfenrübling in der Regel kein anderer Pilz auf dem Fichtenzapfen zu finden ist. Die Wirkstoffe welche das Wachstum anderer Pilze verhindern, sind bei anderen Pilzarten noch wirkungsvoller vorhanden und deshalb in der Wissenschaft recht begehrt. Gelingt es diese Wirkstoffe zu isolieren oder künstlich herzustellen, können und werden sie z. B. in der Landwirtschaft als Fungizide verwendet. Die Hüte des Fichten-Zapfenrübling werden maximal 3 cm breit, sind grau- bis dunkelbraun , selten etwas heller. In gutem Kontrast zur Hutfarbe steht die weiße Farbe der Lamellen, welche am Stiel ausgebuchtet angewachsen sind.

Trotz seiner geringen Größe lohnt es sich  die Hüte zu sammeln, da der Pilz oft massenweise vorkommt. Die Hüte schmecken mild und sind essbar. Verwechselt werden kann der Pilz mit dem ausschließlich auf Kiefernzapfen vorkommenden Kiefern-Zapfenrübling, den es als milde und bittere Art gibt und dem Mäuseschwanzrübling, der auf Fichten- und Kiefernzapfen vorkommt. Die beiden letztgenannten Pilze sind ungenießbar. Ähnlich sieht auch noch der Fichtenzapfen-Helmling aus, der bitter schmeckt und ungenießbar ist. Der Fichtenzapfen-Helmling hat leicht herablaufende Lamellen und einen auffälligen Chlorgeruch. Sollten Sie beim Wandern im Frühjahr auf den Fichten-Zapfenrübling stoßen, sehen Sie ihn einmal genauer an. Um diese Jahreszeit gibt es kaum andere genießbare Pilzarten. Vom 01. – 06. Oktober 2013 findet in Mamming die 7. Bayerische Mykologische Tagung statt. Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Tagung findet eine kostenlose Pilzausstellung für die Öffentlichkeit statt, bei der Pilzsachverständiger Alfred Hussong und anderer Pilzexperten mit Rat und Tat zur Seite stehen.