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Die Nebelkappe - ein umstrittener Speisepilz

Pilz des Monats November
Der Jahreszeit entsprechend taucht in unseren Wäldern im Spätherbst, meist in größeren Gruppen, Reihen und Kreisen, die Nebelkappe auf. Sie wird auch unter den Bezeichnungen Nebelgrauer Rötelritterling oder Herbstblattl geführt. Der lateinische Name ist Lepista nebularis. Er hat an der Hutunterseite keine Röhrenschicht wie unsere gängigen Speisepilze Steinpilz, Marone, Birkenpilz und Rotkappe, sondern Lamellen.
Der Hut der Nebelkappe ist 5 bis 15 cm breit, grau bis graubraun, die Huthaut kahl oder bereift, die Lamellen sind weißlich bis cremefarben. Der Stiel ist kompakt, weiß bis blasgrau. Der Geruch wird als süßlich-ranzig, etwas aufdringlich empfunden. Zu finden ist die Nebelkappe von September bis Dezember in Laub- sowie auch in Nadelwäldern.
Die Nebelkappe ist in manchen Gegenden als Speisepilze bekannt und sehr beliebt, jedoch ist sein Speisewert umstritten und wird in den letzten Jahren sehr kontrovers diskutiert. Nach Aussage von Alfred Gminder, einem anerkannten Pilzexperten, wurde der Pilz früher als Marktpilz gehandelt. Während die einen ihn gerne essen, finden ihn andere geschmacklich unangenehm und einige Leute vertragen ihn nicht gut. Man sollte ihn also beim ersten Genuss in kleiner Menge auf die persönliche Verträglichkeit und Geschmacksempfindung testen.
Die Bayerische Mykologische Gesellschaft empfiehlt ihn nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr als Speisepilz, da die Inhaltsstoffe Magen-Darm-Störungen verursachen können. Kontakt zur Pilzgruppe Dingolfing-Landau unter Telefonnummer 09951/601318