Den Rosablättrigen Egerlingsschimmling lieber nicht probieren

Im Gegensatz zu Champignons haben junge Rosablättirge Egerlingsschirmlinge weisse Lamellen auf der Hutunterseite.

Der Rosablättrige Egerlingsschimling  ist zur Zeit in vielen Gärten zu finden. Bis vor wenigen Jahren galt er als Speisepilz, in den letzten Jahren ist er aber in Verruf gekommen. Er soll zu Unverträglichkeitsreaktionen geführt haben. Deshalb wird nach neusten Erkenntnissen von seinem Verzehr abgeraten, auch weil er leicht mit der weißen Form des tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilzes verwechselt werden kann. Der Pilz mit wissenschaftlichem Namen Leucoagaricus leucothites gehört zur Gattung der Schirmlinge, Egerlingsschirmlinge und wächst von Frühling bis Spätherbst gerne  an offenen Standorten wie Gärten, Parkanlagen, Wiesen, aber auch in Gewächshäusern. Der drei bis 11 cm große Hut ist weiß bis cremefarben, seine Huthaut überhängend. Die Lamellen sind beim jungen Pilz weiß, später rosa, niemals braun, wie beim Wiesenchampignon, mit dem Rosablättrige Egerlingsschimling auch verwechselt werden könnte. Die Sporenpulverfarbe wechselt ebenso im Alter von weiß nach rosa. Der Stiel ist cremeweiß, schlank und hohl, der Ring schmal, häutig und nach oben abziehbar. Die Stielbasis ist knollig verdickt. Der Geruch ist neutral bis angenehm pilzartig. Verwechslungen mit weißen Knollenblätterpilzen könnten tödlich verlaufen. Am besten lassen diese  sich durch die häutige Umrandung an der Stielbasis erkennen, wobei der Pilz aber im Ganzen aus dem Boden genommen werden muss und nicht am Stielgrund abschnitten werden darf. Der Rosablättrige Egerlingsschimling wirkt auch wie ein Wiesenchampignon mit weißen Lamellen und sollte wegen der Verwechslungsgefahr mit Giftpilzen nicht gesammelt und verzehrt werden. 

Am Sonntag, 24. September, von 12 bis 17 Uhr findet im Heimatmuseum Landau wieder eine Frischpilzausstellung statt. Unter fachlicher Beratung können die in dieser Jahreszeit wachsenden Pilzarten betrachtet und kennengelernt werden. Wer sich bei seinem Schwammmerlfund wegen der Essbarkeit nicht sicher ist, kann die Pilzgruppe Dingolfing-Landau unter Telefon 09951/601318 kontaktieren.